Diabetisches Fußsyndrom: Epidemiologie und spezielle Pathophysiologie
摘要
Grundsätzlich lassen sich unter dem Begriff "Diabetisches Fußsyndrom (DFS)" alle pathologischen Veränderungen am Fuß eines Menschen mit Diabetes mellitus und diabetischer Polyneuropathie zusammenfassen (Morbach et al. 2020). Der klinische Sprachgebrauch folgt überwiegend der internationalen Definition. In internationalen Leitlinien wird das DFS als „Infektion, Ulzeration oder Gewebezerstörung am Fuß eines Menschen mit Diabetes mellitus in Verbindung mit neurologischen Störungen und/oder einer PAVK“ definiert (IWGDF 2019). In der Entität des diabetischen Fußsyndroms wird eine rein nerval verursachte Form (neuropathisches Fußulkus, neuropathisches DFS) von einer neuropathisch-makroangiopathischen Form (neuroischämisches DFS) und der seltenen rein makroangiopathischen Form des DFS (ischämisches DFS) unterschieden. Eine Sonderform ist die diabetische Osteoneuroarthropathie (sog. „Charcot-Fuß“).