Die Arteriografie ist nach wie vor der Goldstandard für die präzise Darstellung des arteriellen Gefäßsystems. Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit von computertomografischer Angiografie (CTA) und Magnetresonanz-Angiografie (MRA) wird sie heute aber vor allem bei der Diagnostik systemischer Gefäßerkrankungen (z. B. Vaskulitis, o. ä.) oder zur Abklärung komplexer Gefäßsituationen, die sich anders nicht ausreichend darstellen lassen, eingesetzt. Hier sei exemplarisch erwähnt die exakte Darstellung von bypassfähigen Gefäßen am Unterschenkel bei chronischen Querschnittsverschlüssen im Stadium 4 der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Im Gegensatz zu MRA und CTA ist sie leider nicht vollkommen frei von Risiken. Die intraarterielle Kontrastmittelgabe hat ein höheres Risiko für die Entstehung einer Kontrastmittel-assoziierten Nephropathie und die arterielle Punktion kann zu lokalen wie distalen Komplikationen führen, die gelegentlich nur gefäßchirurgisch saniert werden können. Dennoch ist es das exakteste Verfahren für die Artdiagnostik von Gefäßprozessen aller Art, auch an den kleinsten akralen oder viszeralen Gefäßen.

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Arteriographie

  • Marcus Treitl

摘要

Die Arteriografie ist nach wie vor der Goldstandard für die präzise Darstellung des arteriellen Gefäßsystems. Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit von computertomografischer Angiografie (CTA) und Magnetresonanz-Angiografie (MRA) wird sie heute aber vor allem bei der Diagnostik systemischer Gefäßerkrankungen (z. B. Vaskulitis, o. ä.) oder zur Abklärung komplexer Gefäßsituationen, die sich anders nicht ausreichend darstellen lassen, eingesetzt. Hier sei exemplarisch erwähnt die exakte Darstellung von bypassfähigen Gefäßen am Unterschenkel bei chronischen Querschnittsverschlüssen im Stadium 4 der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK). Im Gegensatz zu MRA und CTA ist sie leider nicht vollkommen frei von Risiken. Die intraarterielle Kontrastmittelgabe hat ein höheres Risiko für die Entstehung einer Kontrastmittel-assoziierten Nephropathie und die arterielle Punktion kann zu lokalen wie distalen Komplikationen führen, die gelegentlich nur gefäßchirurgisch saniert werden können. Dennoch ist es das exakteste Verfahren für die Artdiagnostik von Gefäßprozessen aller Art, auch an den kleinsten akralen oder viszeralen Gefäßen.