Polytrauma und Schockraum-Management
摘要
Die Versorgung Polytraumatisierter ist eine herausfordernde Aufgabe und wichtig für die Überlebenswahrscheinlichkeit. Damit alle beteiligten Disziplinen als Team zusammenarbeiten können, ist es wichtig, genau zu wissen, wie der Ablauf ist. Hier wird der Algorithmus so dargestellt, dass der diensthabende Allgemeinchirurg seinen Anteil erfüllen kann und einen kurzen Einblick bekommt, was die Aufgabengebiete der anderen Fachdisziplinen sind. Für das Vorgehen gibt es eine S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung der AWMF. Zusätzlich gibt es in jedem Krankenhaus, das an das TraumaNetzwerk der DGU® angeschlossen ist, ein eigenes Schockraum-Protokoll, an das sich alle beteiligten Disziplinen halten sollten. Am weitesten verbreitet ist das ATLS®-Konzept (Advanced Trauma life support). Es gibt i. d. R. einen Traumaleader, dies ist oft der diensthabende Fach-/Oberarzt der Unfallchirurgie, der den Ablauf koordiniert und den Überblick behält. Alle halten sich an die gleichen Regeln und sprechen dieselbe Sprache, damit die Versorgung der Polytraumatisierten bestmöglich abläuft. Dem Allgemein- und Viszeralchirurgen kommt dabei in vielen Krankenhäusern die Aufgabe der Sonografie (e-FAST) und die Entscheidung über die Therapie der Bauchorgane zu. Dieses Kapitel dient dazu, eine Übersicht über die Abläufe sowie die Rolle des Allgemein-/Viszeralchirurgen im Schockraum zu liefern. Detaillierte, organbezogene Abläufe können der aktuellen Leitlinie entnommen werden. Die traumatischen Verletzungen der Bauchorgane werden zudem in den entsprechenden Kapiteln behandelt.