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Braunes Fettgewebe

  • Andrea Bast-Habersbrunner,
  • Martin Klingenspor

摘要

Die endogene Wärmeproduktion als eine Hauptkomponente des Energiehaushalts der Säugetiere ermöglicht das Leben bei hoher Körpertemperatur, ist aber auch mit stetem Wärmeverlust an die Umwelt und entsprechend hohen energetischen Kosten verbunden. Die Rate der Wärmeabgabe des Körpers wird von zwei Faktoren bestimmt. Zum einen ist sie direkt abhängig von der Temperaturdifferenz zwischen Umgebung und Körperkern, zum anderen von der Wärmedurchgangszahl. In der Thermoneutralzone genügt der Grundumsatz, um die Körpertemperatur zu verteidigen. Diese Zone liegt bei vielen Kleinsäugern sowie auch bei Menschen (unbekleidet) im Bereich von 28–32 °C (Kingma et al. 2012). Bei Absenkung der Umgebungstemperatur unter die Thermoneutralzone wird die Wärmeabgabe durch verminderte Durchblutung der Körperschale reduziert, die Körperkerntemperatur leicht abgesenkt und die thermoregulatorische Wärmebildung aktiviert. Letztere setzt sich aus zitterfreier Thermogenese im braunen Fettgewebe und Wärmebildung durch Muskelzittern zusammen. Beides führt zu einem vermehrten Energieverbrauch (Hansen et al. 2010). Es steht aktuell zur Diskussion, ob der in den letzten Jahrzehnten beobachtete Temperaturanstieg in der thermischen Umwelt des Menschen den täglichen Energieverbrauch gesenkt und damit die Entwicklung von Übergewicht und Adipositas begünstigt hat (Johnson et al. 2011).