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Gregor Mendel – eine kurze Biographie

  • Michael Mielewczik,
  • Michal V. Simunek,
  • Janine Moll-Mielewczik,
  • Uwe Hoßfeld

摘要

Gregor (Johann) Mendel wurde am Magdalenentag, also dem 22. Juli des Jahres 1822, in Heinzendorf/Hynčice als Sohn des Kleinbauern Anton Mendel und dessen Frau Rosine Mendel im sogenannten Kuhländchen geboren. In der Gemeindekirche St. Peter und Paul im Nachbardorf wurde er vom katholischen Dorfpfarrer Schreiber auf den Namen Johann getauft. Im Jahr 1843 trat Mendel als Novize in den Augustinerorden in der Abtei St. Thomas in Altbrünn/Staré Brno ein und er nahm den Namen Gregor an. Im Brünner Königskloster betreute er schon ab den späten 1840er Jahren den Klostergarten. Nach Priesterweihe und ersten seelsorgerischen Tätigkeiten arbeitet Mendel schliesslich probeweise als Lehrer. Nach einem fehlgeschlagenen Versuch, die geforderte Lehramtsprüfung zu bestehen, ermöglichte es ihm der Prälat des Klosters Cyrill Napp, in Wien an der Universität Naturwissenschaften zu studieren. Nachdem Ende des Studiums gelang es Gregor Mendel 1854 eine Stellung als Lehrer an der Oberrealschule in Brünn zu erhalten, wo er insgesamt 14 Jahre tätig war. Eben dieses Jahr markierte auch den Anfang des wissenschaftlichen Wirkens Gregor Mendels, zu dem auch seine über viele Jahre hinweg durchgeführten Kreuzungsexperimente an verschiedenen Pflanzenarten zählten. Nach dem Tod des Prälaten Napp wählten seine Klosterbrüder Mendel 1868 zum neuen Vorsteher des Klosterkonvents. In dieser gehobenen Stellung war Gregor Mendel von da an bis zu seinem Lebensende tätig. Zwar versuchte er weiterhin die lokale Entwicklung der Landwirtschaft zu unterstützen, für eigene umfangreiche Versuche bei Pflanzenhybriden fand er jedoch zunehmend weniger Zeit. Insbesondere administrative, aber auch kirchliche Aufgaben erforderten in vielerlei Hinsicht seine volle Aufmerksamkeit, so dass Mendel sein naturwissenschaftliches Wirken auf die Hybridisierung von Obstbaumkulturen, meteorologische Beobachtungen und die Bienenzucht beschränken, welche er jedoch mit grosser Begeisterung bis kurz vor seinem Tod im Jahr 1884 durchführte. Als hoher Kirchenvertreter in Brünn war Mendel zu Lebzeiten insbesondere durch sein Wirken als Lehrer und seine vielfältigen wohltätigen Bestrebungen eine prominente Person des Zeitgeschehens und auch seine Hybridisierungsversuche haben lokal einige Beachtung gefunden.