Die Finanzierung der Kinder- und Jugendchirurgie in Deutschland stellt eine besondere Herausforderung dar. Sie muss auf der einen Seite nicht nur den spezifischen, teilweise gesetzlich verankerten Anforderungen der Versorgung von Kindern und Jugendlichen gerecht werden, sondern sich darüber hinaus an modernen, international anerkannten Behandlungsstandards orientieren. Zu beidem gehört ein hoher Personalbedarf, spezialisierte medizintechnische Ausstattung sowie ein erhöhter Aufwand für individuelle Betreuung und altersgerechte Kommunikation. Die finanzielle Vergütungsstruktur für medizinischer Leistungen bei Kindern orientiert sich hierfür in Deutschland historisch bedingt stark an der für Erwachsene und folgt einem komplexen System, das auf diagnosebezogenen Fallpauschalen und leistungsorientierten Entgelten basiert. Diese Rahmenbedingungen stellen die Kinder- und Jugendchirurgie vor strukturelle und ökonomische Schwierigkeiten, die ihren besonderen Versorgungsauftrag durch das bestehende Finanzierungssystem stark gefährden. Ein Blick auf internationale Modelle zeigt, dass auch andere Länder vergleichbare Herausforderungen kennen, diese jedoch teils durch gezielte Sonderfinanzierungen oder kinder-spezifische Vergütungssysteme abfedern. Im Folgenden werden die wesentlichen Grundlagen dieses Finanzierungssystems und seine Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendchirurgie näher dargestellt.

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Finanzierung der Kinder- und Jugendchirurgie

  • Jan Gödeke,
  • Oliver J. Muensterer

摘要

Die Finanzierung der Kinder- und Jugendchirurgie in Deutschland stellt eine besondere Herausforderung dar. Sie muss auf der einen Seite nicht nur den spezifischen, teilweise gesetzlich verankerten Anforderungen der Versorgung von Kindern und Jugendlichen gerecht werden, sondern sich darüber hinaus an modernen, international anerkannten Behandlungsstandards orientieren. Zu beidem gehört ein hoher Personalbedarf, spezialisierte medizintechnische Ausstattung sowie ein erhöhter Aufwand für individuelle Betreuung und altersgerechte Kommunikation. Die finanzielle Vergütungsstruktur für medizinischer Leistungen bei Kindern orientiert sich hierfür in Deutschland historisch bedingt stark an der für Erwachsene und folgt einem komplexen System, das auf diagnosebezogenen Fallpauschalen und leistungsorientierten Entgelten basiert. Diese Rahmenbedingungen stellen die Kinder- und Jugendchirurgie vor strukturelle und ökonomische Schwierigkeiten, die ihren besonderen Versorgungsauftrag durch das bestehende Finanzierungssystem stark gefährden. Ein Blick auf internationale Modelle zeigt, dass auch andere Länder vergleichbare Herausforderungen kennen, diese jedoch teils durch gezielte Sonderfinanzierungen oder kinder-spezifische Vergütungssysteme abfedern. Im Folgenden werden die wesentlichen Grundlagen dieses Finanzierungssystems und seine Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendchirurgie näher dargestellt.