Extremitätenperfusion beim Weichgewebssarkom und malignen Melanom
摘要
Die isolierte Extremitätenperfusion (ILP) ist eine regionale onkologische Therapie, die primär bei lokal fortgeschrittenen malignen Melanomen und Weichgewebesarkomen der Extremitäten zur Anwendung kommt. Bei dem Verfahren wird die betroffene Extremität vom systemischen Kreislaufsystem isoliert und mit einer Medikamentenkombination aus Melphalan und rekombinantem humanem Tumornekrosefaktor-α unter kontrollierter Hyperthermie perfundiert. Ziel ist es, durch diese Kombination aus immunmodulatorischer/vasoaktiver und zytotoxischer Medikation eine Tumordevitalisierung zu bewirken. In erfahrenen Händen stellt die ILP eine sichere und effektive Behandlungsoption dar. Seltene Komplikationen sind ein Kompartmentsyndrom und ein systemisch inflammatorischens Response-Syndrom (SIRS). Durch den Einsatz der ILP kann bei drohender Amputation bei bis zu 80 % der Sarkompatient*innen ein Extremitätenerhalt erreicht werden. Bei malignen Melanomen stellt die In-transit-Metastasierung die häufigste ILP-Indikation dar.