Lebermetastasen treten bei einer Vielzahl maligner Tumorerkrankungen auf. Sie sind die häufigsten malignen Tumoren der Leber. Etwa 25–35 % aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom weisen bei ihrer Erstdiagnose bereits eine synchrone Fernmetastasierung in die Leber auf, während bei bis zu 50 % der Patienten im Laufe ihrer Erkrankung Lebermetastasen auftreten (Storman et al. 2024; Dunne et al. 2014). Patienten mit einem neuroendokrinem Tumor (NET) weisen zum Zeitpunkt der Diagnose sogar 46–93 % eine Fernmetastasierung in die Leber auf (Chamberlain et al. 2000). Für Metastasen kolorektaler Karzinome (Colorectal Liver Metastases, CRLM) und neuroendokriner Tumoren (Neuroendocrine Liver Metastases, NELM) gilt die Resektion als Goldstandard, da sie das Gesamtüberleben verlängern kann (Rees et al. 2008; Pavel et al. 2016; Glazer et al. 2010; Yao et al. 2001). Neben diesen Ursprungstumoren weisen auch andere Tumorentitäten eine Metastasierung in die Leber auf (Non-Colorectal Non-Neuroendocrine Liver Metastases, NCNNLM). Aufgrund der Heterogenität der zugrunde liegenden Primärtumoren konnte bei einer limitierten Evidenz bisher für NCNNLM keine eindeutige Empfehlung ausgesprochen werden, doch in mehreren Studien gab es Hinweise, dass auch hier die Resektion (isolierter oder Oligo-) Metastasen – v. a. bei Tumoren des Urogenitaltrakts und der Brust – einen Überlebensvorteil bieten kann, sodass sie Indikationen für Hepatektomien sich hier im Wandel befinden (Fitzgerald et al. 2014; Lendoire et al. 2007; O’Rourke et al. 2008).

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Chirurgische Resektion von Lebermetastasen

  • Artur Rebelo,
  • Jessica Döbereiner,
  • Jörg Kleeff,
  • Ulrich Ronellenfitsch

摘要

Lebermetastasen treten bei einer Vielzahl maligner Tumorerkrankungen auf. Sie sind die häufigsten malignen Tumoren der Leber. Etwa 25–35 % aller Patienten mit einem kolorektalen Karzinom weisen bei ihrer Erstdiagnose bereits eine synchrone Fernmetastasierung in die Leber auf, während bei bis zu 50 % der Patienten im Laufe ihrer Erkrankung Lebermetastasen auftreten (Storman et al. 2024; Dunne et al. 2014). Patienten mit einem neuroendokrinem Tumor (NET) weisen zum Zeitpunkt der Diagnose sogar 46–93 % eine Fernmetastasierung in die Leber auf (Chamberlain et al. 2000). Für Metastasen kolorektaler Karzinome (Colorectal Liver Metastases, CRLM) und neuroendokriner Tumoren (Neuroendocrine Liver Metastases, NELM) gilt die Resektion als Goldstandard, da sie das Gesamtüberleben verlängern kann (Rees et al. 2008; Pavel et al. 2016; Glazer et al. 2010; Yao et al. 2001). Neben diesen Ursprungstumoren weisen auch andere Tumorentitäten eine Metastasierung in die Leber auf (Non-Colorectal Non-Neuroendocrine Liver Metastases, NCNNLM). Aufgrund der Heterogenität der zugrunde liegenden Primärtumoren konnte bei einer limitierten Evidenz bisher für NCNNLM keine eindeutige Empfehlung ausgesprochen werden, doch in mehreren Studien gab es Hinweise, dass auch hier die Resektion (isolierter oder Oligo-) Metastasen – v. a. bei Tumoren des Urogenitaltrakts und der Brust – einen Überlebensvorteil bieten kann, sodass sie Indikationen für Hepatektomien sich hier im Wandel befinden (Fitzgerald et al. 2014; Lendoire et al. 2007; O’Rourke et al. 2008).