Gerinnungsstörungen in der Geburtshilfe
摘要
Schwere peripartale Blutungen sind seltene, aber möglicherweise letale Komplikationen in der Geburtshilfe. Die Rate mütterlicher Sterbefälle durch peripartale Blutungen steigt auch in den Industrieländern kontinuierlich an. Um diese Blutungskomplikationen zu beherrschen, muss das geburtshilfliche Team vorbereitet sein. Das Antizipieren und rechtzeitige Erkennen der Risikofaktoren und der Gerinnungsstörung selbst sind zwingende Voraussetzungen. Dieses Kapitel beschreibt die wichtigsten klinisch relevanten Störungen, die mit schweren Blutungen sub- oder postpartal assoziiert sein können. Hierzu zählen die präsymptomatische oder manifeste Verlustkoagulopathie, die (perakute) Verbrauchskoagulopathie (DIC), erworbene Thrombopenien wie die Immunthrombozytopenie (ITP), die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura (TTP), das atypische hämolytisch-urämische Syndrom (aHUS) sowie das von-Willebrand-Syndrom (vWS), der Konduktorinnenstatus für die Hämophilie A oder B und der Faktor (F)-VII-Mangel.