Die dokumentarische Methode zur Rekonstruktion impliziter Führungsorientierungen
摘要
Die dokumentarische Methode der Interpretation, die auf Grundlage der Wissenssoziologie Karl Mannheims von Ralf Bohnsack (1989, 2014) begründet und im Laufe der Zeit stetig, auch im Hinblick auf Forschungsarbeiten in der Organisationsforschung, weiterentwickelt wurde (vgl. u. a. Bohnsack et al. 2001b; Nohl 2012; Mensching 2008; Amling/Vogd 2017; Hericks 2006; Hunold 2019; Vogd 2004), stellt für das vorliegende Forschungsprojekt das geeignete Analysemittel dar. Mit ihr kann jenseits des intendierten resp. eines als objektiv zugeschriebenen Sinns nach den sich in den Handlungspraktiken und dem Kommunizieren über Praktiken artikulierenden impliziten Orientierungen, d. h. dem dokumentarischen Sinn im Sinne Mannheims (1964, S. 121 f.), gefragt werden. Mit Blick auf das Forschungsanliegen wird es somit möglich, auch die impliziten Führungsorientierungen (Orientierungsrahmen) mithilfe des vorliegenden Interviewmaterials der befragten Führungsnoviz*innen zu rekonstruieren.