Spezifika der Öl- und Gasbranche
摘要
Der Öl- und Gassektor ist für über 50 % der energiebezogenen Treibhausgasemissionen weltweit verantwortlich, was seine entscheidende Rolle beim globalen Übergang zu einer Netto-Null Wirtschaft unterstreicht (IEA, 2024). Die Bewertung der Übergangspläne von Öl- und Gasunternehmen, wie in Abb. 4.1 dargestellt, macht deutlich, dass die Berichterstattung der Unternehmen zu ihren Klimastrategien oft nicht ausreichend quantifiziert ist, insbesondere was die Dekarbonisierung betrifft. Viele Unternehmen setzen auf ansprechende Abbildungen wie Wasserfall-Diagramme mit Farbverläufen in ihren Berichten, versäumen es jedoch, klare Prozentsätze oder Daten anzugeben, was dazu führt, dass die Strategien nicht nachvollziehbar sind. In mehreren Fällen listen Unternehmen potenzielle Strategien auf, ohne deren voraussichtliche Auswirkungen anzugeben. Die Berichte zu den Plänen, wie es mit der Förderung fossiler Brennstoffe weitergeht, sind noch begrenzter; zwar legen einige wenige Unternehmen mittelfristige Pläne vor, langfristige Prognosen sind jedoch selten. Diese mangelnde Transparenz birgt erhebliche Übergangsrisiken für Investoren. Obwohl die meisten Unternehmen ihre Gesamtinvestitionen und zukunftsgerichteten Prognosen offenlegen, fehlen oft detaillierte Angaben zur Mittelverwendung – insbesondere für Investitionen in die Dekarbonisierung –, was die Diskrepanz zwischen den veröffentlichten Klimazielen und der tatsächlichen Investitionsplanung unterstreicht. Die berichteten Erfolge beziehen sich hauptsächlich auf Methan. Die Fortschritte werden von Unternehmen vorangetrieben, die den „Goldstandard” der Oil and Gas Methane Partnership 2.0 erreichen und sich verpflichten, das routinemäßige Abfackeln von Erdgas bis 2030 zu beenden. Die meisten Öl- und Gasunternehmen haben keine Methanreduktionsziele mit definierten Basis- und Zieljahren, einschließlich umfassender Minderungsstrategien (TPI, 2024).