Ziel dieser ersten theoriegeleiteten, subsumptionslogisch-beschreibenden Annäherung an den Fall ist zunächst eine Beschreibung, in der die – unabhängig vom Fall zuerst dargestellten – theoretischen Konzepte am Fall identifiziert werden. Das heißt, es werden diejenigen Passagen oder Sequenzen fokussiert, in denen die theoretischen Konzepte erkennbar werden. Dies erfolgt unabhängig davon, ob die Lehrperson die ausgewählten didaktisch-theoretischen Konzepte selbst intendiert oder bewusst nutzt. Stattdessen gehen wir davon aus, dass (allgemeine) didaktische Konzepte als methodische „Sehinstrumente“ (Lindemann 2008, S. 113) genutzt werden, mit denen bzw. auf die hin bestimmte Aspekte des Falls in den Blick geraten. In der ersten Annäherung erfolgt dies theoriegeleitet und zuordnend (subsumtionslogisch), bevor in den folgenden Annäherungen die Konzepte sozialtheoretisch stärker unterfüttert werden, um sich rekonstruktiv den Interaktionen und Adressierungen zu nähern. Auch in einer subsumtionslogischen Annäherung sind allerdings die herausgestellten Passagen oder Aspekte des Falls keinesfalls mit der ‚gelingenden Realisierung‘ (im präskriptiven oder evaluativen Sinne) eines didaktischen Konzepts (z. B. der wechselseitigen Erschließung, s.u.) zu verwechseln. Lediglich handelt es sich um die Identifikation und Beschreibung von Passagen, bei denen begründet anzunehmen ist, dass hieran Empirisches über die theoretischen Konzepte erfahren werden kann, dass z. B. Modi oder Bedingungen von Erschließungsprozessen, aber auch Prozesse und Bedingungen ihrer Begrenzung (oder gar ihres Scheiterns) aufzeigbar sein können.

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Erste Annäherung: Beschreibungen des Falls mit Konzepten der bildungstheoretischen Didaktik

  • Christian Herfter,
  • Mamadou Mbaye,
  • Karla Spendrin,
  • Maria Hallitzky

摘要

Ziel dieser ersten theoriegeleiteten, subsumptionslogisch-beschreibenden Annäherung an den Fall ist zunächst eine Beschreibung, in der die – unabhängig vom Fall zuerst dargestellten – theoretischen Konzepte am Fall identifiziert werden. Das heißt, es werden diejenigen Passagen oder Sequenzen fokussiert, in denen die theoretischen Konzepte erkennbar werden. Dies erfolgt unabhängig davon, ob die Lehrperson die ausgewählten didaktisch-theoretischen Konzepte selbst intendiert oder bewusst nutzt. Stattdessen gehen wir davon aus, dass (allgemeine) didaktische Konzepte als methodische „Sehinstrumente“ (Lindemann 2008, S. 113) genutzt werden, mit denen bzw. auf die hin bestimmte Aspekte des Falls in den Blick geraten. In der ersten Annäherung erfolgt dies theoriegeleitet und zuordnend (subsumtionslogisch), bevor in den folgenden Annäherungen die Konzepte sozialtheoretisch stärker unterfüttert werden, um sich rekonstruktiv den Interaktionen und Adressierungen zu nähern. Auch in einer subsumtionslogischen Annäherung sind allerdings die herausgestellten Passagen oder Aspekte des Falls keinesfalls mit der ‚gelingenden Realisierung‘ (im präskriptiven oder evaluativen Sinne) eines didaktischen Konzepts (z. B. der wechselseitigen Erschließung, s.u.) zu verwechseln. Lediglich handelt es sich um die Identifikation und Beschreibung von Passagen, bei denen begründet anzunehmen ist, dass hieran Empirisches über die theoretischen Konzepte erfahren werden kann, dass z. B. Modi oder Bedingungen von Erschließungsprozessen, aber auch Prozesse und Bedingungen ihrer Begrenzung (oder gar ihres Scheiterns) aufzeigbar sein können.