Einleitung
摘要
Die Kinder- und Jugendhilfe (KJH) fungiert als zentrale sozialstaatliche Infrastruktur im Spannungsfeld von Hilfe, Kontrolle und hoheitlicher Intervention. Professionelle Beziehungsgestaltung wird dabei als konstitutives Element sozialarbeiterischen Handelns ausgewiesen. Trotz ihrer empirisch belegten Relevanz bleibt die Perspektive betroffener Eltern im behördlichen Gefährdungsabklärungsprozess bislang weitgehend unberücksichtigt. Die Arbeit adressiert diese Forschungslücke durch die Rekonstruktion subjektiver Beziehungserfahrungen unter Bedingungen von struktureller Machtasymmetrie. Im Fokus stehen förderliche und hinderliche Bedingungen professioneller Beziehung sowie deren Bedeutung für den Verlauf von Abklärungsprozessen. Grundlage bildet ein qualitativ, subjektorientiertes Forschungsdesign auf Basis narrativer Interviews und deren Auswertung mittels Narrationsanalyse.