Zusammenfassung und Ausblick
摘要
Die vorliegende wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Construction-Management-Modellen im deutschen Hochbau hat eine Reihe zentraler Erkenntnisse hervorgebracht, die das Spannungsfeld zwischen traditionellen, normativ geprägten Projektabwicklungsstrukturen und den Anforderungen an ein modernes, integratives Management beleuchten [Abb. 6.1]. Eine der fundamentalsten Feststellungen der Arbeit ist, dass die Effektivität und Anwendbarkeit von Construction-Management-Modellen maßgeblich vom jeweiligen Auftraggebertyp und dessen organisationeller sowie rechtlicher Einbettung abhängt [1, 2]. Es wurde ein grundlegendes Dilemma zwischen den Bedürfnissen privater und öffentlicher Auftraggeber herausgearbeitet [3; 4]. Während agile, profitorientierte Projektentwickler nach maximaler Flexibilität, schneller Entscheidungsfindung und einer weitgehenden Delegation von Verantwortung streben, um ihre termin- und kostenbezogenen Projektziele abzusichern, operieren öffentliche Auftraggeber in einem rigiden Korsett aus haushalts- und vergaberechtlichen Vorschriften [3; 4]. Dieses rechtliche Rahmenwerk, ergänzt durch interne Kontrollmechanismen und eine ausgeprägte Risikoaversion, schränkt die Möglichkeiten zur Übertragung von entscheidenden Managementfunktionen und finanziellen Risiken erheblich ein [5; 3], wodurch sich eine erhebliche Diskrepanz in der Anforderung an das ideale Projektabwicklungsmodell ergibt [6; 7].