Einleitung
摘要
Der Landtagswahlkampf in Thüringen 2024 war geprägt von Fragen nach ostdeutscher Identität, Identitätspolitik und damit verbundener politischer Unzufriedenheit (Kamuf & Helmert, 2024; Reiser & Küppers, 2025). Die AfD mobilisierte mit ihrer Wahlkampagne „Der Osten macht’s“ (AfD Thüringen, 2024) und schien sich erneut als Vertreterin ostdeutscher Interessen und Identitäten zu inszenieren (Begrich, 2018; Mau, 2024b, S. 91; Spissinger et al., 2024, S. 352) – scheinbar mit Erfolg: Mit 32,8 Prozent der Zweitstimmen wurde die Partei stärkste Kraft (Landeswahlleiter Thüringen, 2024). Laut Nachwahlumfragen traute eine relative Mehrheit von 25 Prozent der befragten Thüringer der AfD „am ehesten zu, die Interessen der Ostdeutschen [sic] zu vertreten“ (Infratest dimap, 2024).