Theoretisches Fundament: Optimierung von Input-, Throughput- und Output-Legitimität
摘要
Bevor die im Wirkungsmodell von Open Government propagierten Wirkungsketten in der Praxis getestet werden, wird in diesem Kapitel das theoretische Fundament dargelegt, in dem sich diese Annahmen bewegen. Wie im institutionellen Wirkungsmodell dargestellt, zielen Verwaltungsreformen grundlegend darauf ab, durch institutionelle Veränderungen Performanzveränderungen hervorzurufen. Dabei kann das Konzept der administrativen Performanz durch die in der Einleitung beschriebenen Dimensionen der Input-, Throughput- und Output-Legitimität ausdifferenziert werden. Je umfangreicher die ausgelösten Performanzverbesserungen, desto erfolgreicher ist der Reformansatz. Doch wie können die verschiedenen Legitimitätsperspektiven zugleich gefördert werden, um ein möglichst hohes Maß an administrativer Performanz zu erreichen? Diese Frage steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Zunächst werden in Abschnitt 3.1 die drei Legitimitätsperspektiven im Detail erläutert. Anschließend widmet sich Abschnitt 3.2 dem Effektivität-Legitimation-Dilemma, das bereits in der Einleitung skizziert wurde und beschreibt, warum sich input- und output-orientierte Zielsetzungen nur schwer miteinander vereinen lassen. Um diesem Spannungsfeld zu begegnen, werden in Abschnitt 3.3 Scharpfs komplexe Demokratietheorie (vgl. Scharpf 1970) und in Abschnitt 3.4 Holtkamps et al. kooperative Demokratietheorie (vgl. Holtkamp et al. 2006) vorgestellt. Beide Ansätze zielen darauf ab, sowohl Input- als auch Output-Legitimität zu steigern. Da diese Ansätze jedoch noch keine Aussagen zur Throughput-Legitimität treffen, wird in Abschnitt 3.5 untersucht, wie diese Perspektive in die kooperative Demokratietheorie integriert werden kann. Die daraus resultierende erweiterte kooperative Demokratietheorie bietet einen Erklärungsansatz dafür, wie alle drei Legitimitätsformen gleichzeitig gefördert werden können. Eine abschließende Gegenüberstellung zeigt zudem, dass die Wirkungslogik von Open Government maßgeblich auf dem Erklärungsansatz dieser erweiterten Theorie aufbaut.