Neben dem Ziel der Arbeit, die Wirkung der diskursiven Subjektvorgaben aus Islamdiskursen auf deutsche Muslim*innen zu analysieren, soll zusätzlich in den Blick genommen werden, ob und inwieweit eine selbst wahrgenommene rassistische Diskreditierbarkeit eine Rolle in ihren Selbstverhältnissen spielt und auf welches Wissen sie beim Sprechen darüber zurückgreifen. Diese zweite Betrachtungsebene richtet sich demnach auf die subjektiv(ierend)e Thematisierung rassistischer Verhältnisse und die Charakterisierung von Situationen und Episoden als rassistisch diskriminierend – sprich: Die konkreten, situativ-spezifisch wahrgenommenen Rassismuserfahrungen und deren Beschreibungen durch die Subjekte. Für die Analyse dieser Ebene ist es wichtig, ins Gedächtnis zu rufen, was »Erfahrung« aus der hier eingenommenen Forschungsperspektive kennzeichnet: Erfahrung „betrachtet das scheinbar Persönliche oder Subjektive in seiner Beziehung zu Wissensformen und Machtprozessen“.

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Wissensverhältnisse über Rassismus in Deutschland

  • Christoph Bitzl

摘要

Neben dem Ziel der Arbeit, die Wirkung der diskursiven Subjektvorgaben aus Islamdiskursen auf deutsche Muslim*innen zu analysieren, soll zusätzlich in den Blick genommen werden, ob und inwieweit eine selbst wahrgenommene rassistische Diskreditierbarkeit eine Rolle in ihren Selbstverhältnissen spielt und auf welches Wissen sie beim Sprechen darüber zurückgreifen. Diese zweite Betrachtungsebene richtet sich demnach auf die subjektiv(ierend)e Thematisierung rassistischer Verhältnisse und die Charakterisierung von Situationen und Episoden als rassistisch diskriminierend – sprich: Die konkreten, situativ-spezifisch wahrgenommenen Rassismuserfahrungen und deren Beschreibungen durch die Subjekte. Für die Analyse dieser Ebene ist es wichtig, ins Gedächtnis zu rufen, was »Erfahrung« aus der hier eingenommenen Forschungsperspektive kennzeichnet: Erfahrung „betrachtet das scheinbar Persönliche oder Subjektive in seiner Beziehung zu Wissensformen und Machtprozessen“.