In dem Beitrag werden Entwicklungen der Rahmenbedingungen für die Zivilgesellschaft und Nonprofit-Organisationen anhand von vier empirischen Erhebungen skizziert. Es wird gezeigt, wie diese Rahmenbedingungen sich ausgehend von einer stabilen, vergleichsweise guten Situation mit hohen demokratischen Standards verschlechtert haben und welche Rolle dabei neben der Regierungspolitik auch gesellschaftliche Entwicklungen spielen, insbesondere die Pandemie und die Verschärfung der Konflikte rund um das Klimathema. Im Einzelnen werden zunächst Tendenzen wachsenden finanziellen Drucks auf NPOs gekoppelt mit zunehmender Ökonomisierung aufgezeigt. Zwei Jahre einer rechtspopulistischen Regierungskoalition gaben weiters die Gelegenheit, die Auswirkungen autoritärer Politik auf die regierungskritischen Teile der Zivilgesellschaft zu beobachten. Die Pandemie bedingte generell eher temporäre Änderungen der Rahmenbedingungen, die in ihrem Gefolge erstarkten, rechtspopulistisch-wissenschaftsfeindlichen Teile der Zivilgesellschaft werden uns vermutlich aber weiter beschäftigen. Weiters werden die Auswirkungen der Klimakatastrophe zunehmend beobachtbar, dies führt einerseits zu radikalerem zivilgesellschaftlichem Engagement, andererseits aber zu stärkerer Verleugnung des Themas, gekoppelt mit restriktiven Strategien gegenüber klimapolitischen NPOs bzw. Aktivist:innen.

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Rahmenbedingungen für NPOs und Zivilgesellschaft in Österreich

  • Ruth Simsa

摘要

In dem Beitrag werden Entwicklungen der Rahmenbedingungen für die Zivilgesellschaft und Nonprofit-Organisationen anhand von vier empirischen Erhebungen skizziert. Es wird gezeigt, wie diese Rahmenbedingungen sich ausgehend von einer stabilen, vergleichsweise guten Situation mit hohen demokratischen Standards verschlechtert haben und welche Rolle dabei neben der Regierungspolitik auch gesellschaftliche Entwicklungen spielen, insbesondere die Pandemie und die Verschärfung der Konflikte rund um das Klimathema. Im Einzelnen werden zunächst Tendenzen wachsenden finanziellen Drucks auf NPOs gekoppelt mit zunehmender Ökonomisierung aufgezeigt. Zwei Jahre einer rechtspopulistischen Regierungskoalition gaben weiters die Gelegenheit, die Auswirkungen autoritärer Politik auf die regierungskritischen Teile der Zivilgesellschaft zu beobachten. Die Pandemie bedingte generell eher temporäre Änderungen der Rahmenbedingungen, die in ihrem Gefolge erstarkten, rechtspopulistisch-wissenschaftsfeindlichen Teile der Zivilgesellschaft werden uns vermutlich aber weiter beschäftigen. Weiters werden die Auswirkungen der Klimakatastrophe zunehmend beobachtbar, dies führt einerseits zu radikalerem zivilgesellschaftlichem Engagement, andererseits aber zu stärkerer Verleugnung des Themas, gekoppelt mit restriktiven Strategien gegenüber klimapolitischen NPOs bzw. Aktivist:innen.