Föderalismus: Viele mischen mit
摘要
Das „Staunen der Welt“ (stupor mundi) wurde er genannt. Er war vielsprachig, interkulturell, an den Wissenschaften interessiert. Seinen Zeitgenossen war er ein faszinierendes Rätsel, das die Geschichtsschreibung bis heute beschäftigt: der Staufer Friedrich II. (1194–1250), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ein Reich regierte, das sich vom norddeutschen Hamburg bis zum sizilianischen Palermo erstreckte. Mit 16 Jahren war er von den Granden des Reichs in Frankfurt zum „römischen“ König gewählt worden. Er mußte zu diesem Zweck aber zahlreiche Konzessionen machen und sich die Königswahl mit der Gewährung von Rechten für die Fürsten erkaufen. Damit wurde er zum Gründungsvater des deutschen Föderalismus. Diese vertikale Gewaltenteilung hat Vor- und Nachteile, wobei aus heutiger Sicht erstere überwiegen. Föderalismus fördert den Wettbewerbsgedanken. Leider wird dieser in Deutschland durch einen dysfunktionalen Länderfinanzausgleich konterkariert.