Fazit: Carl Schmitts Fühlen, Denken und Schreiben
摘要
In diesem Kapitel wird ein Fazit der hier angestellten Überlegungen gezogen. Im Laufe seines Lebens hat Carl Schmitt besondere Affinitäten zu mythischen „Leitfiguren“ entwickelt, wie Faust, Hamlet, Jeanne d’Arc, Don Quichotte, Othello oder Benito Cereno. Schmitts Prognosen über die Entwicklung Deutschlands, Europas und der Welt haben sich zu einem nicht geringen Teil bewahrheitet. Ein Umdenkungsprozess in Politik, Philosophie und Sozialwissenschaften ist daher heute dringend erforderlich. Die zwei Seelen Schmitts zeigen sich zum einen in der Schreib- und Denkkunst seines „Jahrhunderttalents“, zum anderen in dem nur schwer verständlichen Engagement für den Nationalsozialismus. Letzteres lässt sich wohl nur aus seinem katholischen Grundverständnis erklären, das ihn an ein göttliches „Vorgebot“ glauben ließ.