Nach Fromms Sozialcharaktertheorie prägen die gesellschaftlich vorherrschenden Wirtschafts- und Machtstrukturen das Individuums derart, dass es in einem unbewussten Akt seine Bedürfnisse und Einstellung diesen Strukturen anpasst – so, „dass sie tun wollen, was sie tun sollen“. In zwei Studien wurde nun untersucht, ob sich unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts ein neuer, affirmativer Sozialcharakter ausgebildet hat, der autoritäre Tendenzen auf neue Weise mit neoliberaler Flexibilisierung verknüpft. In der Forschung wurde zunehmend seit den 1970 Jahren eine neue Form des Kapitalismus beschrieben, die auf Flexibilität, Kreativität und Eigeninitiative setzt.

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Allgemeine Diskussion

  • David Jäger

摘要

Nach Fromms Sozialcharaktertheorie prägen die gesellschaftlich vorherrschenden Wirtschafts- und Machtstrukturen das Individuums derart, dass es in einem unbewussten Akt seine Bedürfnisse und Einstellung diesen Strukturen anpasst – so, „dass sie tun wollen, was sie tun sollen“. In zwei Studien wurde nun untersucht, ob sich unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts ein neuer, affirmativer Sozialcharakter ausgebildet hat, der autoritäre Tendenzen auf neue Weise mit neoliberaler Flexibilisierung verknüpft. In der Forschung wurde zunehmend seit den 1970 Jahren eine neue Form des Kapitalismus beschrieben, die auf Flexibilität, Kreativität und Eigeninitiative setzt.