Adressatinnen, Ziele und Arbeitsaufgaben der Volkssolidarität
摘要
Die forschende Suche der Studie „Aufbau und Verstaatlichung der Sozialen Arbeit“ nach einem Verständnis einer Sozialen Arbeit in der SBZ und frühen DDR erforderte es, nach Adressatinnen, Zielen und Arbeitsaufgaben der Volkssolidarität zu fragen: Adressatinnen der Volkssolidarität waren die Hauptbedürftigen der Nachkriegszeit (Kinder, Jugendliche und alte Menschen, Umsiedler genannte Geflüchtete und Vertriebene, Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft), Kriegsopfer und Opfer des Faschismus sowie für den Aufbau der DDR interessante Mitwirkendengruppen (Arbeiter und Werktätige sowie junge Erwachsene). Als Ziele der Volksolidarität galten: Der Wieder- und Neuaufbau sowie der Organisations- und Staatsaufbau Deutschlands, die Abgrenzung vom Bürgerlichen, Religiösen, Nationalsozialistischen und Westdeutschen bzw. Westalliierten. Die Arbeitsaufgaben der Volkssolidarität waren vielschichtiger Natur. Zur Beseitigung der Nachkriegsnot hatten die Tätigkeiten eher den Charakter von Nothilfe. Die ursprünglichen Hilfs- und Unterstützungstätigkeiten und die Mobilisierungsaktionen bei Katastrophen gingen später in Aufklärung genannte Agitation für die Anliegen der DDR und ihrer Staatspartei und gegen den Westen über.