Der Aufbau- und die Verstaatlichung der Volkssolidarität und ihrer Sozialen Arbeit in SBZ und früher DDR kann nur auf Basis der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus (1933-1945) und in der DDR (1955-1989) verstanden werden. Die Organisationsentwicklung und ihre Tätigkeit begann mit einem Aufruf und endete durch Absprachen innerhalb des SED-Zentralkomitees. In der Volkssolidarität waren Mitarbeiterinnen und Mitwirkende aktiv, die vielfach Soziale Arbeit leisteten bzw. organisierten und/oder anregten, sich jedoch nicht explizit als Sozialarbeiterinnen verstanden. Das Management, die Geschäftsführung wie auch die Kommunikationsarbeit der Volkssolidarität – wie wir heute sagen würden – oblag ihren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Verantwortlichen, Funktionären bzw. Kadern. Die von den Hauptamtlichen der Volkssolidarität zur Beteiligung Aktivierten waren, anders als später in der Geschichtsschreibung der Volkssolidarität und der DDR angegeben und vielfach zitiert, nur selten Ehrenamtliche oder gar Freiwillige in unserem heutigen Verständnis, sondern zum Teil verpflichtete und zum Teil entgoltene Mitwirkende. Die Aus- und Fortbildung dieser Mitarbeiterinnen und Mitwirkenden der Volkssolidarität wies eher darauf hin, dass diese institutionell eingebunden und ideologisch ausgerichtet werden sollten – und weniger darauf, dass Inhalte und Orientierung einer autonomen Sozialen Arbeit Thema gewesen wären.

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Organisationsentwicklung und Mitwirkende in den ersten Jahren des Bestehens der Volkssolidarität

  • Peter-Georg Albrecht

摘要

Der Aufbau- und die Verstaatlichung der Volkssolidarität und ihrer Sozialen Arbeit in SBZ und früher DDR kann nur auf Basis der Sozialen Arbeit im Nationalsozialismus (1933-1945) und in der DDR (1955-1989) verstanden werden. Die Organisationsentwicklung und ihre Tätigkeit begann mit einem Aufruf und endete durch Absprachen innerhalb des SED-Zentralkomitees. In der Volkssolidarität waren Mitarbeiterinnen und Mitwirkende aktiv, die vielfach Soziale Arbeit leisteten bzw. organisierten und/oder anregten, sich jedoch nicht explizit als Sozialarbeiterinnen verstanden. Das Management, die Geschäftsführung wie auch die Kommunikationsarbeit der Volkssolidarität – wie wir heute sagen würden – oblag ihren hauptamtlichen Mitarbeiterinnen, Verantwortlichen, Funktionären bzw. Kadern. Die von den Hauptamtlichen der Volkssolidarität zur Beteiligung Aktivierten waren, anders als später in der Geschichtsschreibung der Volkssolidarität und der DDR angegeben und vielfach zitiert, nur selten Ehrenamtliche oder gar Freiwillige in unserem heutigen Verständnis, sondern zum Teil verpflichtete und zum Teil entgoltene Mitwirkende. Die Aus- und Fortbildung dieser Mitarbeiterinnen und Mitwirkenden der Volkssolidarität wies eher darauf hin, dass diese institutionell eingebunden und ideologisch ausgerichtet werden sollten – und weniger darauf, dass Inhalte und Orientierung einer autonomen Sozialen Arbeit Thema gewesen wären.