Einflüsse des globalen Toyotismus auf die postfordistische Gesellschaft
摘要
Ausgehend vom arbeitspolitischen Ansatz innerhalb der Regulationstheorie wird in diesem Kapitel nachgezeichnet, wie toyotistisch motivierte Veränderungen der innerbetrieblichen Hegemonie sich auf die nachfordistischen Lebensverhältnisse niederschlagen, und zwar innerhalb und außerhalb Japan. Es sind Anzeichen dafür festzustellen, dass Phänomene der sozialen Beschleunigung, der Verinnerlichung von Selbstkontrollpostulaten bei zunehmender gegenseitiger Rundumbewertung sowie die Tendenz zur Entgrenzung und Subjektivierung auf Interferenzen zwischen produktionsseitigen und gesellschaftlichen Verhältnissen beruhen könnten. Dass der „Kitt“, der Arbeitswelt und Gesellschaft in ihrer postfordistischen Ausprägung zusammenhält, sich zunehmend vom familienweltlichen in den virtuellen Kontext verlagert, begünstigt die Durchsetzung von unternehmensnahen Auffassungen von einem „guten Leben“. Der parallele Wandel der Prioritäten in Arbeits- und Lebenswelt kann als Ausdruck einer neuen Stufe des Kapitalismus verstanden werden, welcher sich in Reaktion auf die gegen ihn gerichtete Kritik umgeformt hat.