Die Zielsetzung, die Aufgaben und die Inhalte des Controllings haben sich im Zeitverlauf stark gewandelt: Dominierte zunächst die rechnungswesenorientierte Vergangenheitsbetrachtung (Controller als „Erbsenzähler“), so sind im Zeitverlauf zunehmend zukunftsorientierte Planungsaufgaben hinzugekommen (Controller als „Lotse“). Mittlerweile ist das Controlling nicht nur gefordert, das Management bei Entscheidungen fundiert zu unterstützen (Controller als „Business Partner“), sondern proaktiv Veränderungsnotwendigkeiten in Unternehmen aufzuzeigen und entsprechende Change-Prozesse zu begleiten (Controller als „Change Agent“). Im Zuge der geänderten Aufgabenstellungen wandeln sich auch die Anforderungen, die Controller erfüllen müssen: Während traditionell die fachlichen und methodischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Zusammenhang mit der Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Zahlen im Vordergrund standen, werden nunmehr verstärkt auch kommunikative Fähigkeiten verlangt. Hinzu kommen neue Anforderungen, die durch die Megatrends Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie Globalisierung an Controller gestellt werden. In Anbetracht von weltweiten Lieferketten, aber auch aufgrund der multinationalen Zusammensetzung von Belegschaften ist die Beschäftigung mit interkulturellen Unterschieden nicht nur in übernational tätigen Unternehmen erforderlich. Und ohne digitale Kompetenzen inklusive der Nutzung von Künstlicher Intelligenz droht sogar die Bedeutung von Controllern in der Unternehmensführung verloren zu gehen, da Funktionen automatisiert oder durch Wirtschaftsinformatiker übernommen werden. Mithin ist es erforderlich, dass Controller beständig ihre Kompetenzen aktualisieren.

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Gründe für die Notwendigkeit einer Kompetenzorientierung im Controlling

  • Stephan Schöning,
  • Viktor Mendel,
  • Eva Gold

摘要

Die Zielsetzung, die Aufgaben und die Inhalte des Controllings haben sich im Zeitverlauf stark gewandelt: Dominierte zunächst die rechnungswesenorientierte Vergangenheitsbetrachtung (Controller als „Erbsenzähler“), so sind im Zeitverlauf zunehmend zukunftsorientierte Planungsaufgaben hinzugekommen (Controller als „Lotse“). Mittlerweile ist das Controlling nicht nur gefordert, das Management bei Entscheidungen fundiert zu unterstützen (Controller als „Business Partner“), sondern proaktiv Veränderungsnotwendigkeiten in Unternehmen aufzuzeigen und entsprechende Change-Prozesse zu begleiten (Controller als „Change Agent“). Im Zuge der geänderten Aufgabenstellungen wandeln sich auch die Anforderungen, die Controller erfüllen müssen: Während traditionell die fachlichen und methodischen Kenntnisse und Fähigkeiten im Zusammenhang mit der Sammlung, Aufbereitung und Analyse von Zahlen im Vordergrund standen, werden nunmehr verstärkt auch kommunikative Fähigkeiten verlangt. Hinzu kommen neue Anforderungen, die durch die Megatrends Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie Globalisierung an Controller gestellt werden. In Anbetracht von weltweiten Lieferketten, aber auch aufgrund der multinationalen Zusammensetzung von Belegschaften ist die Beschäftigung mit interkulturellen Unterschieden nicht nur in übernational tätigen Unternehmen erforderlich. Und ohne digitale Kompetenzen inklusive der Nutzung von Künstlicher Intelligenz droht sogar die Bedeutung von Controllern in der Unternehmensführung verloren zu gehen, da Funktionen automatisiert oder durch Wirtschaftsinformatiker übernommen werden. Mithin ist es erforderlich, dass Controller beständig ihre Kompetenzen aktualisieren.