Kapitel vier führt den in dieser Untersuchung entwickelten Begriff des Differenzwissens als analytisches Instrument für die Untersuchung des Sprechens der Berater_innen über ihre Praxis weiter aus. Hierzu werden die diskursiven differenz- und ungleichheitstheoretischen Voraussetzungen des Beratungswissens herausgearbeitet, um den forschungsleitenden Fragen nachzugehen, welche diskursiv konstruierten Vorstellungen über die vermeintlich Anderen aufgerufen und wie Ungleichheiten durch Adressierungen von und Zuschreibungen an die andere Beratungsklientel, die über die legitime Sprache der Berater_innen autorisiert werden, hervorgebracht, bestätigt oder transformiert werden. Ausgehend von den in der kritischen (historischen) Migrations- und Rassismusforschung sowie in der feministischen, post- und dekolonialen Theorie sichtbar gemachten dominanzkulturellen Repräsentationen der Anderen werden die impliziten (und expliziten) gesellschaftstheoretischen Implikationen und Voraussetzungen, Modi und Effekte des Wissens herausgearbeitet, die von den Berater_innen als legitim Sprechende in gesellschaftlich anerkannten Positionen vorgetragen werden.

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Das objektivierte, gesellschaftliche und kollektive Wissen über die Anderen

  • Kerstin Hazibar

摘要

Kapitel vier führt den in dieser Untersuchung entwickelten Begriff des Differenzwissens als analytisches Instrument für die Untersuchung des Sprechens der Berater_innen über ihre Praxis weiter aus. Hierzu werden die diskursiven differenz- und ungleichheitstheoretischen Voraussetzungen des Beratungswissens herausgearbeitet, um den forschungsleitenden Fragen nachzugehen, welche diskursiv konstruierten Vorstellungen über die vermeintlich Anderen aufgerufen und wie Ungleichheiten durch Adressierungen von und Zuschreibungen an die andere Beratungsklientel, die über die legitime Sprache der Berater_innen autorisiert werden, hervorgebracht, bestätigt oder transformiert werden. Ausgehend von den in der kritischen (historischen) Migrations- und Rassismusforschung sowie in der feministischen, post- und dekolonialen Theorie sichtbar gemachten dominanzkulturellen Repräsentationen der Anderen werden die impliziten (und expliziten) gesellschaftstheoretischen Implikationen und Voraussetzungen, Modi und Effekte des Wissens herausgearbeitet, die von den Berater_innen als legitim Sprechende in gesellschaftlich anerkannten Positionen vorgetragen werden.