Das Entlassmanagement im bzw. ausgehend vom Krankenhaus stellt mit dessen strenger organisationaler Einbindung in die Krankenhausstrukturen bei gleichzeitig dezentraler Wirkungsweise in der intersektoralen Vernetzung ein komplexes, genuin „polykontextuelles“ (Günther 1976) Netzwerkphänomen dar. Systemisch betrachtet sind Netzwerkphänomene eigentümlich schwer ab- und eingrenzbar sowie – vor allem in ihren Wirkungsflüssen – zu lokalisieren (Grund 2025; Richard 2017, 2011; Klawe 2006; Holzer & Fuhse 2010). Das Entlassmanagement erweist sich in einerseits empirischer und andererseits qualitätssichernder Hinsicht als schwer fassbares Format, weil es organisatorisch ebenso wie evaluativ stark durch sektorisierte Systemlogiken geprägt ist (sprich, das Entlassmanagement wird im Krankenhaus organisiert und dokumentiert/ausgewertet), während seine eigentlichen Potenziale praktisch aber gerade dort entstehen (sollen), wo Variabilitäten und Diversitäten in den Alltagsvollzügen und -strukturen berücksichtigt sowie sich an ausdifferenzierten Patient*innengruppen orientiert wird (Wingenfeld 2020, 2005).

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Was Wirkungsforschung wie auch Qualitätsentwicklung am Entlassmanagement nur schwer zu fassen kriegen: Diskussion von Limitationen in der Studienlage sowie in der Qualitätsentwicklung

  • Kolja Heckes,
  • Ismail Özlü,
  • Christian Heerdt

摘要

Das Entlassmanagement im bzw. ausgehend vom Krankenhaus stellt mit dessen strenger organisationaler Einbindung in die Krankenhausstrukturen bei gleichzeitig dezentraler Wirkungsweise in der intersektoralen Vernetzung ein komplexes, genuin „polykontextuelles“ (Günther 1976) Netzwerkphänomen dar. Systemisch betrachtet sind Netzwerkphänomene eigentümlich schwer ab- und eingrenzbar sowie – vor allem in ihren Wirkungsflüssen – zu lokalisieren (Grund 2025; Richard 2017, 2011; Klawe 2006; Holzer & Fuhse 2010). Das Entlassmanagement erweist sich in einerseits empirischer und andererseits qualitätssichernder Hinsicht als schwer fassbares Format, weil es organisatorisch ebenso wie evaluativ stark durch sektorisierte Systemlogiken geprägt ist (sprich, das Entlassmanagement wird im Krankenhaus organisiert und dokumentiert/ausgewertet), während seine eigentlichen Potenziale praktisch aber gerade dort entstehen (sollen), wo Variabilitäten und Diversitäten in den Alltagsvollzügen und -strukturen berücksichtigt sowie sich an ausdifferenzierten Patient*innengruppen orientiert wird (Wingenfeld 2020, 2005).