Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz einer traumasensiblen Sexuellen Bildung in der stationären KuJh. Kinder und Jugendliche, die durch ihre Biografie sequenzielle personelle Traumata erlebt haben, bilden meist Traumafolgestörungen, Anpassungsleistungen und Verarbeitungsmechanismen aus, die sich auf die Entwicklung und das Selbstverständnis auswirken. Wie in Abschnitt 2.2.5 Auswirkungen von Traumata beschrieben, kann sich das auf die Fähigkeit zu vertrauen, die Wahl zwischenmenschlicher Beziehungen, die Selbstwahrnehmung, das Verständnis der eigenen Rechte und Grenzen, die Gestaltung der Sexualität, etc. auswirken. Um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, in dem eine freie, positive Sexualität gelebt werden kann, benötigen Menschen entsprechendes Wissen, um eigene Erfahrungen zu machen und eine gefestigte Identitässtruktur zu entwickeln. Um dies zu gewähleisten, werden Angebote der Sexuellen Bildung benötigt, die altersangemessen, lebensphasenspezifisch, Klient*innenorientiert und urteilsfrei erfolgen. Sexuelle Bildung sollte insbesondere traumatisierten jungen Menschen ein Verständnis der eigenen Rechte, die Bedeutung persönlicher Grenzen und den Einfluss der Sozialisation auf die Partnerwahl und die Gestaltung des zukünftigen Lebens vermitteln.

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Diskussion

  • Ann-Sophie Bahr

摘要

Die Ergebnisse verdeutlichen die Relevanz einer traumasensiblen Sexuellen Bildung in der stationären KuJh. Kinder und Jugendliche, die durch ihre Biografie sequenzielle personelle Traumata erlebt haben, bilden meist Traumafolgestörungen, Anpassungsleistungen und Verarbeitungsmechanismen aus, die sich auf die Entwicklung und das Selbstverständnis auswirken. Wie in Abschnitt 2.2.5 Auswirkungen von Traumata beschrieben, kann sich das auf die Fähigkeit zu vertrauen, die Wahl zwischenmenschlicher Beziehungen, die Selbstwahrnehmung, das Verständnis der eigenen Rechte und Grenzen, die Gestaltung der Sexualität, etc. auswirken. Um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, in dem eine freie, positive Sexualität gelebt werden kann, benötigen Menschen entsprechendes Wissen, um eigene Erfahrungen zu machen und eine gefestigte Identitässtruktur zu entwickeln. Um dies zu gewähleisten, werden Angebote der Sexuellen Bildung benötigt, die altersangemessen, lebensphasenspezifisch, Klient*innenorientiert und urteilsfrei erfolgen. Sexuelle Bildung sollte insbesondere traumatisierten jungen Menschen ein Verständnis der eigenen Rechte, die Bedeutung persönlicher Grenzen und den Einfluss der Sozialisation auf die Partnerwahl und die Gestaltung des zukünftigen Lebens vermitteln.