„It’s the economy, stupid!“
摘要
Mit dem inzwischen historischen Ausspruch „It’s the economy, stupid!“ hat James Carville, der ehemalige Berater des US-Präsidenten Bill Clinton, einen bemerkenswerten Satz formuliert. Er wird zumeist auf den Ausgang demokratischer Wahlen bezogen, der dem Zitat zufolge nicht unwesentlich durch die wirtschaftliche Lage beeinflusst wird. Die Regierung eines demokratischen Landes hat demzufolge größere Schwierigkeiten, wiedergewählt zu werden, wenn die Menschen unter ökonomischen Problemen leiden, und vice versa kann dieselbe Regierung auf eine Wiederwahl hoffen, wenn es den Menschen ökonomisch gut geht. Andere Politikfelder wie die Außenpolitik, die Kulturpolitik oder auch die Verkehrspolitik haben gegenüber der Wirtschaftspolitik einen zweitrangigen Status, wenn es um die Wahlentscheidung der Menschen geht. Sie werden wohl erst dann wahlentscheidend, wenn die ökonomische Situation so ist, dass die Menschen sich um ihren sozialen Status wenig bis gar keine Sorgen machen müssen und somit Freiräume haben, sich um politische Themen zu kümmern, die unter der Last ökonomischer Schieflagen schlichtweg uninteressant werden. Wer hat schon Interesse daran, ob eine neue Straße oder ein neues Museum gebaut werden soll, wenn der Verlust des eigenen Arbeitsplatzes droht?