Dieses Kapitel untersucht die Rolle historischer Gastbetriebe in Südtirol als Akteure gesellschaftlicher Transformation im Spannungsfeld von Tourismus, regionaler Identität und nachhaltiger Entwicklung. Aufbauend auf dem Konzept von Heimat als sozialem Imaginär sowie Ansätzen zu tourism imaginaries und entrepreneurial ecosystems analysiert die Studie, wie historische Gastbetriebe Narrative, Räume und Praktiken aktiv gestalten, um neue Bedeutungen von Heimat zu erzeugen. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer qualitativen Fallstudienanalyse ausgewählter Betriebe der Plattform „Historic South Tyrol“, unter Einbeziehung von Kommunikationsmaterialien, architektonischen Konzepten und öffentlichen Diskursen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Betriebe nicht nur kulturelles Erbe bewahren, sondern Heimat bewusst neu interpretieren und als Ressource für nachhaltige Regionalentwicklung nutzen. Durch Strategien wie adaptive Wiederverwendung historischer Gebäude, Förderung regionaler Wertschöpfungsketten und gemeinschaftsorientierte Tourismusmodelle tragen sie zur sozialen Kohäsion und wirtschaftlichen Resilienz bei. Das Kapitel argumentiert, dass historische Gastbetriebe als Zukunftsvisionäre fungieren, die alternative, nachhaltige Tourismusformen entwickeln und Heimat als dynamisches, sozial konstruiertes und transformierbares Konzept neu definieren.

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Heimat und Tourismus in Südtirol: Historische Gastbetriebe als Zukunftsvisionäre für Transformationen

  • Ingrid Kofler,
  • Miriam Pardeller

摘要

Dieses Kapitel untersucht die Rolle historischer Gastbetriebe in Südtirol als Akteure gesellschaftlicher Transformation im Spannungsfeld von Tourismus, regionaler Identität und nachhaltiger Entwicklung. Aufbauend auf dem Konzept von Heimat als sozialem Imaginär sowie Ansätzen zu tourism imaginaries und entrepreneurial ecosystems analysiert die Studie, wie historische Gastbetriebe Narrative, Räume und Praktiken aktiv gestalten, um neue Bedeutungen von Heimat zu erzeugen. Methodisch basiert die Untersuchung auf einer qualitativen Fallstudienanalyse ausgewählter Betriebe der Plattform „Historic South Tyrol“, unter Einbeziehung von Kommunikationsmaterialien, architektonischen Konzepten und öffentlichen Diskursen. Die Ergebnisse zeigen, dass diese Betriebe nicht nur kulturelles Erbe bewahren, sondern Heimat bewusst neu interpretieren und als Ressource für nachhaltige Regionalentwicklung nutzen. Durch Strategien wie adaptive Wiederverwendung historischer Gebäude, Förderung regionaler Wertschöpfungsketten und gemeinschaftsorientierte Tourismusmodelle tragen sie zur sozialen Kohäsion und wirtschaftlichen Resilienz bei. Das Kapitel argumentiert, dass historische Gastbetriebe als Zukunftsvisionäre fungieren, die alternative, nachhaltige Tourismusformen entwickeln und Heimat als dynamisches, sozial konstruiertes und transformierbares Konzept neu definieren.