Kap. 3 behandelt die weit verbreitete Irritation und theologischen Einwände gegen die Vorstellung, Kirchen seien Marken, wobei Kritiker eine Oberflächlichkeit, ein Gefallenwollen und einen Widerspruch zwischen der exklusiven Natur von Marken und dem inklusiven Anspruch der Kirche befürchten. Paradoxerweise zeigt sich jedoch, dass die Kirche mit ihrer biblisch-normativen Fundierung bereits eine der ältesten und erfolgreichsten Marken darstellt, die sowohl spirituelle Leistungen (Gottesdienste, Seelsorge) als auch konkrete soziale Dienstleistungen (Krankenhäuser, Schulen, Nothilfe) erbringt und damit ein jahrtausendealtes Bündnis zwischen Institution und Menschen geschaffen hat. Die Kirche entwickelte als früher Markenentwickler durch Symbole, Rituale und Erzählstrukturen (Gleichnisse) kommunikative Archetypen, die bis heute moderne Marketing- und Kommunikationsstrategien fundamental prägen.

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Kirche und Werbung

  • Oliver Errichiello

摘要

Kap. 3 behandelt die weit verbreitete Irritation und theologischen Einwände gegen die Vorstellung, Kirchen seien Marken, wobei Kritiker eine Oberflächlichkeit, ein Gefallenwollen und einen Widerspruch zwischen der exklusiven Natur von Marken und dem inklusiven Anspruch der Kirche befürchten. Paradoxerweise zeigt sich jedoch, dass die Kirche mit ihrer biblisch-normativen Fundierung bereits eine der ältesten und erfolgreichsten Marken darstellt, die sowohl spirituelle Leistungen (Gottesdienste, Seelsorge) als auch konkrete soziale Dienstleistungen (Krankenhäuser, Schulen, Nothilfe) erbringt und damit ein jahrtausendealtes Bündnis zwischen Institution und Menschen geschaffen hat. Die Kirche entwickelte als früher Markenentwickler durch Symbole, Rituale und Erzählstrukturen (Gleichnisse) kommunikative Archetypen, die bis heute moderne Marketing- und Kommunikationsstrategien fundamental prägen.