Ausgehend von dem vermeintlich antagonistischen Begriffspaar „Klinische Philosophie“ wurde gezeigt, dass sich im Scheitern des Begriffes und seiner Praxisversuche ein disruptiver Paradigmenwechsel ablesen lässt. Dieser Wandel wurde durch das Aufzeigen unterschiedlicher Interdependenzen veranschaulicht und dafür argumentiert, dass sich erst „neue“ Theorie- und Praxisentwürfe erwarten lassen, wenn entsprechende logische Bedingungen hergestellt werden. Grundlage des vorliegenden Versuches über die Möglichkeit einer „Klinischen Philosophie“ und eines „klinischen Philosophierens“ ist die Meditation eines kurzen Textes von Tani Toru. Anhand der Überlegungen zu einem „scheiternden Begriff“ wurde die Annahme geprüft, ob die Praxis „Klinischen Philosophierens“ nicht etwa „theoretisch unmöglich“ ist. Dadurch wurde der Blick auf eine mögliche transformative Kultur „theoretischer Treibhäuser“ frei, die im Ausagieren bestehender und vermeintlicher Antagonismen, womöglich auch im „methodischen Scheitern“, den theoretischen Humus künftiger Praxisentwürfe hervorbringt, welche in der Lage sein werden, „Klinik“ und „Philosophie“ in Theorie und Praxis zu versöhnen.

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Zusammenfassung

  • Damian Peikert

摘要

Ausgehend von dem vermeintlich antagonistischen Begriffspaar „Klinische Philosophie“ wurde gezeigt, dass sich im Scheitern des Begriffes und seiner Praxisversuche ein disruptiver Paradigmenwechsel ablesen lässt. Dieser Wandel wurde durch das Aufzeigen unterschiedlicher Interdependenzen veranschaulicht und dafür argumentiert, dass sich erst „neue“ Theorie- und Praxisentwürfe erwarten lassen, wenn entsprechende logische Bedingungen hergestellt werden. Grundlage des vorliegenden Versuches über die Möglichkeit einer „Klinischen Philosophie“ und eines „klinischen Philosophierens“ ist die Meditation eines kurzen Textes von Tani Toru. Anhand der Überlegungen zu einem „scheiternden Begriff“ wurde die Annahme geprüft, ob die Praxis „Klinischen Philosophierens“ nicht etwa „theoretisch unmöglich“ ist. Dadurch wurde der Blick auf eine mögliche transformative Kultur „theoretischer Treibhäuser“ frei, die im Ausagieren bestehender und vermeintlicher Antagonismen, womöglich auch im „methodischen Scheitern“, den theoretischen Humus künftiger Praxisentwürfe hervorbringt, welche in der Lage sein werden, „Klinik“ und „Philosophie“ in Theorie und Praxis zu versöhnen.