Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie stellte die Bundesregierung 2024 Rahmenbedingungen für eine zirkuläre Wirtschaft vor und greift dabei die Strategie des European Green Deals der EU auf, welche kreislaufwirtschaftliche Strategien als zentrale Säulen für eine nachhaltige Transformation der europäischen Wirtschaft betrachtet (vgl. BMUV, 2024; Europäische Kommission, 2020). Zugleich rückt auch die Rolle der Bildung in den Fokus. Einerseits wird die Entwicklung kreislaufwirtschaftlicher Qualifikationen als Gelingensbedingung für die Beteiligung an Transformationsprozessen betrachtet. Andererseits erfordert die Berücksichtigung kreislaufwirtschaftlicher Kompetenzen auch Anpassungen didaktischer Konzeptionen, was auch die ökonomische Bildung vor Herausforderungen stellt: Für die Vorbereitung auf aktuelle und künftige Lebenssituationen ist eine Diskussion über zukunftsfähige, nachhaltige und wirtschaftspolitisch desiderate Alternativen zu linearen Wertschöpfungslogiken geboten. Andererseits befindet sich die realwirtschaftliche Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Abläufe in einem frühen Entwicklungsstadium und ist bislang auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt. Mehr noch als das Themen- und Berufsfeld Kreislaufwirtschaft bieten die Grundannahmen und Argumentationslogiken im Sinne einer Circular Literacy (vgl. Zwiers et al., 2022) transformative Potenziale für eine mehrperspektivische ökonomische Bildung.

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Circular Literacy und transformative ökonomische Bildung. Transformationskompetenzen am Beispiel von Kreislaufwirtschaft und Reparaturkultur.

  • Markus Allbauer-Jürgensen,
  • Josephine Steier-Fahldieck

摘要

Mit der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie stellte die Bundesregierung 2024 Rahmenbedingungen für eine zirkuläre Wirtschaft vor und greift dabei die Strategie des European Green Deals der EU auf, welche kreislaufwirtschaftliche Strategien als zentrale Säulen für eine nachhaltige Transformation der europäischen Wirtschaft betrachtet (vgl. BMUV, 2024; Europäische Kommission, 2020). Zugleich rückt auch die Rolle der Bildung in den Fokus. Einerseits wird die Entwicklung kreislaufwirtschaftlicher Qualifikationen als Gelingensbedingung für die Beteiligung an Transformationsprozessen betrachtet. Andererseits erfordert die Berücksichtigung kreislaufwirtschaftlicher Kompetenzen auch Anpassungen didaktischer Konzeptionen, was auch die ökonomische Bildung vor Herausforderungen stellt: Für die Vorbereitung auf aktuelle und künftige Lebenssituationen ist eine Diskussion über zukunftsfähige, nachhaltige und wirtschaftspolitisch desiderate Alternativen zu linearen Wertschöpfungslogiken geboten. Andererseits befindet sich die realwirtschaftliche Umsetzung kreislaufwirtschaftlicher Abläufe in einem frühen Entwicklungsstadium und ist bislang auf wenige Wirtschaftszweige beschränkt. Mehr noch als das Themen- und Berufsfeld Kreislaufwirtschaft bieten die Grundannahmen und Argumentationslogiken im Sinne einer Circular Literacy (vgl. Zwiers et al., 2022) transformative Potenziale für eine mehrperspektivische ökonomische Bildung.