Affektregulation in den Phasen des Mediationsverfahrens zur Steigerung der Resilienz bei Mediator und Medianden
摘要
Bevor wir uns der Affektregulation und deren Auswirkungen auf Mediator und Medianden widmen, sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Erläuterungen zur Affektregulation stets auf dem PSI‐Modell von Professor Dr. Kuhl basieren. Der K.O.M.‐Motivator® stellt dabei die praktische Anwendung dieses Modells dar, das Verhaltensweisen unter Berücksichtigung kommunikativer Elemente gestaltet (vgl. K.O.M. GmbH, 2017). Zur Erinnerung folgt hier die Darstellung des Modells in Abb. 3.3. In der Einleitungs‐ bzw. Eröffnungsphase kommt es zum ersten Zusammentreffen aller Parteien. Aus verhaltenspsychologischer Sicht laufen in dieser Phase verschiedene psychologische Prozesse ab. Studien (vgl. z. B. Eysenck & Keane, 2020: 12 ff.) haben gezeigt, dass die Reizwahrnehmung unseres Gehirns besonders intensiv ist, wenn wir auf teilweise unbekannte Menschen treffen. Der Reiz‐Reaktionsmechanismus wird dabei besonders beansprucht. Wie in Abb. 5.1 dargestellt, müssen zentrale Verarbeitungsprozesse wie die Aufmerksamkeitsbildung, die bewusste Wahrnehmung der anderen und anschließende Denkprozesse beachtet werden.