Es gibt Zeiten, in denen sich die Fragen verändern, bevor sich die Antworten gefunden haben. Zeiten, in denen das Rauschen des Fortschritts die leisen Risse in der gesellschaftlichen Ordnung übertönt. Wir leben in einer solchen Zeit. Was diese Entwicklungen verbindet, ist nicht nur ihre Dringlichkeit, sondern ihre strukturelle Tiefe. Sie fordern uns nicht auf, besser zu verwalten. Sie verlangen, dass wir grundlegend neu denken: über Zusammenleben, über Verantwortung, über Gerechtigkeit. Und sie führen uns zu einer zentralen Frage, dem roten Faden dieses Buches: Welche Übereinkünfte brauchen wir, um im 21. Jahrhundert gemeinsam zu bestehen? Welche Prinzipien, Institutionen, politischen Praktiken braucht es, um Freiheit, Sicherheit, Teilhabe und Zukunft in Einklang zu bringen? Die Antwort, die dieses Buch gibt, ist ebenso einfach wie radikal: Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag. Nicht als nostalgischen Rückgriff auf Rousseau oder Hobbes. Sondern als politisch-moralisches Projekt einer offenen, nachhaltigen, gerechten und demokratischen Gesellschaft. Einen Vertrag, der das Verhältnis von Staat, Markt und Individuum neu austariert. Der nicht nur auf die Sicherung des Status quo zielt, sondern auf das Versprechen der Erneuerung.

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Das neue Wir – Gemeinsam wachsen in Freiheit und Verantwortung

  • Martin Pätzold,
  • Florian Vesta,
  • Volker Tolkmitt

摘要

Es gibt Zeiten, in denen sich die Fragen verändern, bevor sich die Antworten gefunden haben. Zeiten, in denen das Rauschen des Fortschritts die leisen Risse in der gesellschaftlichen Ordnung übertönt. Wir leben in einer solchen Zeit. Was diese Entwicklungen verbindet, ist nicht nur ihre Dringlichkeit, sondern ihre strukturelle Tiefe. Sie fordern uns nicht auf, besser zu verwalten. Sie verlangen, dass wir grundlegend neu denken: über Zusammenleben, über Verantwortung, über Gerechtigkeit. Und sie führen uns zu einer zentralen Frage, dem roten Faden dieses Buches: Welche Übereinkünfte brauchen wir, um im 21. Jahrhundert gemeinsam zu bestehen? Welche Prinzipien, Institutionen, politischen Praktiken braucht es, um Freiheit, Sicherheit, Teilhabe und Zukunft in Einklang zu bringen? Die Antwort, die dieses Buch gibt, ist ebenso einfach wie radikal: Wir brauchen einen neuen Gesellschaftsvertrag. Nicht als nostalgischen Rückgriff auf Rousseau oder Hobbes. Sondern als politisch-moralisches Projekt einer offenen, nachhaltigen, gerechten und demokratischen Gesellschaft. Einen Vertrag, der das Verhältnis von Staat, Markt und Individuum neu austariert. Der nicht nur auf die Sicherung des Status quo zielt, sondern auf das Versprechen der Erneuerung.