In Kapitel 2 wird die Rolle der Genossenschaften innerhalb der Gesellschaft analysiert. Hierbei werden zunächst die Besonderheiten der Wirtschafts- und Rechtsform der Genossenschaft im Vergleich zu anderen Unternehmensformen herausgearbeitet sowie ein Überblick über die Ausgestaltung der genossenschaftlichen Corporate Governance („Cooperative Governance“) gegeben. Der Unternehmenszweck einer Genossenschaft wird von einem monistischen Gewinnerzielungsprinzip i. S. der Anteilseigner, in ein komplexes holistisches Prinzip zur Maximierung der Förderleistung an die Mitglieder transformiert. Daran anschließend wird das Verhältnis der Genossenschaften zur unternehmerischen Nachhaltigkeit diskutiert sowie genossenschaftliche Spezifika herausgearbeitet („Cooperative Social Responsibility“). Die Nachhaltigkeit kann dabei als ein originärer Bestandteil der Genossenschaften angesehen werden. Genossenschaften kombinieren individuelles Profitstreben mit gemeinwohldienlichen externen Effekten über den Kreis der Anteilseigner hinaus und tragen dadurch aktiv zur Daseinsvorsorge der regionalen Gesellschaft bei. Hierdurch wird die Rolle der Genossenschaften als „marktwirtschaftliches Korrektiv“ deutlich, wonach wirtschaftliche, soziale und ökologische Bedürfnisse einer Region von den Genossenschaften aufgegriffen und Leistungen zu deren Erfüllung angeboten werden, die durch den Staat oder Markt nicht ausreichend erfüllt werden.

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Genossenschaften als Teil der Gesellschaft

  • Stefan Gruber

摘要

In Kapitel 2 wird die Rolle der Genossenschaften innerhalb der Gesellschaft analysiert. Hierbei werden zunächst die Besonderheiten der Wirtschafts- und Rechtsform der Genossenschaft im Vergleich zu anderen Unternehmensformen herausgearbeitet sowie ein Überblick über die Ausgestaltung der genossenschaftlichen Corporate Governance („Cooperative Governance“) gegeben. Der Unternehmenszweck einer Genossenschaft wird von einem monistischen Gewinnerzielungsprinzip i. S. der Anteilseigner, in ein komplexes holistisches Prinzip zur Maximierung der Förderleistung an die Mitglieder transformiert. Daran anschließend wird das Verhältnis der Genossenschaften zur unternehmerischen Nachhaltigkeit diskutiert sowie genossenschaftliche Spezifika herausgearbeitet („Cooperative Social Responsibility“). Die Nachhaltigkeit kann dabei als ein originärer Bestandteil der Genossenschaften angesehen werden. Genossenschaften kombinieren individuelles Profitstreben mit gemeinwohldienlichen externen Effekten über den Kreis der Anteilseigner hinaus und tragen dadurch aktiv zur Daseinsvorsorge der regionalen Gesellschaft bei. Hierdurch wird die Rolle der Genossenschaften als „marktwirtschaftliches Korrektiv“ deutlich, wonach wirtschaftliche, soziale und ökologische Bedürfnisse einer Region von den Genossenschaften aufgegriffen und Leistungen zu deren Erfüllung angeboten werden, die durch den Staat oder Markt nicht ausreichend erfüllt werden.