Subjektives Wohlbefinden und Alterssicherung in den europäischen Wohlfahrtsstaaten
摘要
Die wohlfahrtsstaatliche Grundidee ist es, vor Armut abzusichern und Verwirklichungschancen sowie Wohlbefinden zu erhöhen, indem Grenzen der Funktionsfähigkeit von Märkten und die daraus resultierende Ungleichheit adressiert werden. Den Wohlfahrtsstaat definiert Briggs (1961) als einen Staat, der Marktprozesse steuert, mit gezielten Maßnahmen gegen Lebensrisiken absichert und allen Bürger*innen den gleichen Zugang zu sozialen Dienstleistungen gewährleistet, um die Existenzsicherung zu garantieren. Seine Wurzeln hat der Wohlfahrtsstaat in den modernen europäischen Staaten im 19. Jahrhundert, die in Folge der Industrialisierung und im Zusammenhang mit neuen bürgerlichen Rechten die soziale Absicherung zunehmend als staatliche Aufgabe auffassten.