Schlussbetrachtung
摘要
Die vorliegende Arbeit bot anhand des konkreten empirischen Fallbeispiels der lokalen israelischen und palästinensischen NGOs, die sich mit gewaltfreien Mitteln für eine Bearbeitung des Israel-Palästina-Konflikts einsetzen, theoriegeleitete Einsichten und Deutungen zu der übergeordneten Frage, wie weltkulturelle Normen insbesondere in einem unmittelbaren gesellschaftlichen Umfeld, das von Konflikten und hoher Gewaltbereitschaft geprägt ist, adaptiert werden. Es wurde, um die Einflüsse auf die Adaption von Mediation differenziert diskutieren zu können, eine theoretische Kombination aus Soziologischem Neoinstitutionalismus (SNI) und sozialkonstruktivistischer Konfliktforschung erarbeitet und Akteuren als Träger von Normen eine besondere Bedeutung beigemessen. Insgesamt konnte die umfassende qualitative Datenerhebung im Rahmen von zwei Feldforschungsaufenthalten mit insgesamt 56 Interviews mit SNI und sozialkonstruktivistischer Konfliktforschung auf eine theoretische Basis gestellt werden und der Herausforderung begegnet werden, mit einem makrosoziologischen Ansatz des SNI eine Feldforschung zu operationalisieren.