Israelische und palästinensische NGOs und die Legitimation ihrer Akteursschaft: Isomorphie, Entkopplung, Adaption
摘要
Vor dem Hintergrund des Soziologischen Neoinstitutionalismus (SNI) begründet dieses Kapitel einen engen Zusammenhang zwischen Isomorphie zu und Entkopplung von weltkulturellen Normen und der Legitimität israelischer und palästinensischer NGOs. Denn wie bereits in Abschnitt 2.4 deutlich wurde, ist Legitimität eine wichtige Voraussetzung für Akteursschaft (Meyer/Jepperson [2000], in Drori/Krücken 2009: 130). Während Organisationsgründungen und entsprechende Handlungsorientierungen von Akteuren hinsichtlich Mediation (Adaption „für sich selbst“) bereits dann erfolgen können, wenn Akteure selbst eine bestimmte Norm rationalisiert nachvollziehen und als legitim wahrnehmen (siehe Kapitel 4), benötigt die Adaption von Mediation in der israelischen und palästinensischen Gesellschaft auch deren lokale Legitimität und damit verbunden die Anerkennung ihrer Träger, d. h. der untersuchten NGOs.