KI und Demokratie in der Arbeitswelt
摘要
Der Artikel beleuchtet die möglichen Auswirkungen des Einsatzes Künstlicher Intelligenz (KI) auf Machtasymmetrien zwischen Kapital und Arbeit und diskutiert diese im Kontext betrieblicher Mitbestimmung und industrieller Staatsbürgerrechte. Er thematisiert, wie KI-Systeme Handlungsspielräume von Beschäftigten einschränken oder als komplementäre Technologien ihre Arbeit unterstützen können. Zentrale Aspekte sind dabei die Rolle von Mitbestimmungsrechten, die Herausforderungen des Beschäftigtendatenschutzes sowie bestehende Regelungslücken trotz DSGVO und EU AI Act. Mitbestimmungsprozesse bei KI-Einführungen variieren dabei stark: Wo generell kooperative Beziehungen zwischen dem Management und Betriebsräten bestehen, wird auch Beschäftigtenbeteiligung gefördert. In Betrieben mit eher konflikthaften Beziehungen besteht hingegen die Gefahr, dass Interessen und Rechte von Beschäftigten bei der Implementierung von KI-Anwendungen von vorneherein missachtet werden. Der Beitrag schließt mit der Forderung nach einem Ausbau industrieller Staatsbürgerrechte, insbesondere eines spezifischen Beschäftigtendatenschutzgesetzes, um eine demokratische und sozial gerechte Gestaltung der KI-Transformation in Unternehmen sicherzustellen.