Der vorliegende Beitrag untersucht gegenwärtige Imaginationen Künstlicher Intelligenz (KI) aus einer kritisch-konstruktiven Perspektive, welche die technologische Entwicklung systematisch in die umfassenderen sozial-ökologischen und politischen Transformationsprozesse der Gegenwart einbettet. Im Zentrum der Analyse steht dabei eine demokratietheoretische Problematisierung des hegemonialen „AI-Futurism“-Narrativs, das von techno-solutionistischen Heilsversprechen, entpolitisierten Innovationslogiken und deterministischen Fortschrittsdiskursen geprägt ist. Als explizite Alternative entwirft der Beitrag den konzeptionellen Rahmen einer progressiven KI – verstanden als sozio-technisches Projekt, das auf den Imperativen demokratischer Legitimität, ökologischer Rationalität und sozialer Gerechtigkeit basiert. Die KI-Entwicklung darf sich demnach nicht den im Kern antidemokratischen Diskursen unterordnen, sondern muss als gesellschaftliches Fortschrittsprojekt repolitisiert werden. Gestaltung und Einsatz von KI müssen daran gemessen werden, inwieweit sie die realen Lebenschancen der Menschen verbessern und die demokratische Gestalt- und Verhandelbarkeit von Zukunft erhalten.

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Eine sozial-ökologische Zukunft mit KI? – Eine progressive Perspektive wider den AI-Futurismus

  • Jonah Schwope,
  • Lena Schroeder

摘要

Der vorliegende Beitrag untersucht gegenwärtige Imaginationen Künstlicher Intelligenz (KI) aus einer kritisch-konstruktiven Perspektive, welche die technologische Entwicklung systematisch in die umfassenderen sozial-ökologischen und politischen Transformationsprozesse der Gegenwart einbettet. Im Zentrum der Analyse steht dabei eine demokratietheoretische Problematisierung des hegemonialen „AI-Futurism“-Narrativs, das von techno-solutionistischen Heilsversprechen, entpolitisierten Innovationslogiken und deterministischen Fortschrittsdiskursen geprägt ist. Als explizite Alternative entwirft der Beitrag den konzeptionellen Rahmen einer progressiven KI – verstanden als sozio-technisches Projekt, das auf den Imperativen demokratischer Legitimität, ökologischer Rationalität und sozialer Gerechtigkeit basiert. Die KI-Entwicklung darf sich demnach nicht den im Kern antidemokratischen Diskursen unterordnen, sondern muss als gesellschaftliches Fortschrittsprojekt repolitisiert werden. Gestaltung und Einsatz von KI müssen daran gemessen werden, inwieweit sie die realen Lebenschancen der Menschen verbessern und die demokratische Gestalt- und Verhandelbarkeit von Zukunft erhalten.