Die Nachfrage nach Fahrradtourismus-Angeboten wird in der einschlägigen Literatur oft mit dem Ansatz „Planned Behavior“ (geplantes Verhalten; siehe Ajzen 1991) erklärt, z. B. bei Han et al. (2017), Kahjehshahkoohi et al. (2022) oder Sann et al. (2024). Ein verständlicher Ansatz, da insbesondere mehrtägige Reisen eine gewisse Vorbereitung erfordern: Auswahl der Ausrüstung, Bestimmung einer Route und ggf. Entscheidung für oder gegen zusätzliche Dienstleistungen wie die Übernachtung in gezielt ausgewählten Unterkünften, die Einbindung von Eisenbahn- oder Automobiltransport oder vielleicht auch die Entscheidung, eine Destination anzusteuern, bei der man vor Ort ein Fahrrad leihen kann. Das Wetter kann einen zusätzlichen Einflussfaktor darstellen, wenn Touristen ihre Nachfrageentscheidung von bestimmten Wetterlagen abhängig machen und ggf. auf andere Destinationen mit einer bevorzugten Prognose ausweichen oder gar die gesamte Nachfrageentscheidung verändern (z. B. einen Badeurlaub am Gardasee statt einer Radtour zwischen Bodensee und Königssee). Und nicht zuletzt wird die Buchung einer umfangreichen Reisedienstleistung (vororganisierte Fahrradreisen, inklusive Unterkunft und oftmals ortskundiger Begleitung) eine geplante Handlung darstellen.

错误:搜索内容不能为空,请输入英文关键词
错误:关键词超出字数限制,请精简
高级检索

Nachfragemodell im Fahrradtourismus

  • Steffen Hillebrecht

摘要

Die Nachfrage nach Fahrradtourismus-Angeboten wird in der einschlägigen Literatur oft mit dem Ansatz „Planned Behavior“ (geplantes Verhalten; siehe Ajzen 1991) erklärt, z. B. bei Han et al. (2017), Kahjehshahkoohi et al. (2022) oder Sann et al. (2024). Ein verständlicher Ansatz, da insbesondere mehrtägige Reisen eine gewisse Vorbereitung erfordern: Auswahl der Ausrüstung, Bestimmung einer Route und ggf. Entscheidung für oder gegen zusätzliche Dienstleistungen wie die Übernachtung in gezielt ausgewählten Unterkünften, die Einbindung von Eisenbahn- oder Automobiltransport oder vielleicht auch die Entscheidung, eine Destination anzusteuern, bei der man vor Ort ein Fahrrad leihen kann. Das Wetter kann einen zusätzlichen Einflussfaktor darstellen, wenn Touristen ihre Nachfrageentscheidung von bestimmten Wetterlagen abhängig machen und ggf. auf andere Destinationen mit einer bevorzugten Prognose ausweichen oder gar die gesamte Nachfrageentscheidung verändern (z. B. einen Badeurlaub am Gardasee statt einer Radtour zwischen Bodensee und Königssee). Und nicht zuletzt wird die Buchung einer umfangreichen Reisedienstleistung (vororganisierte Fahrradreisen, inklusive Unterkunft und oftmals ortskundiger Begleitung) eine geplante Handlung darstellen.