Einleitung: Fahrradtourismus und seine Entwicklung
摘要
Als Fahrradtourismus gilt nach einschlägigen Definitionen jene Form von Tourismus, bei der das Fahrrad im Sinne des § 63a StVZO als wesentliches Mittel der Fortbewegung zur Erkundung einer Destination genutzt wird, und bei der das Erlebnis einer bestimmten Region mindestens eine Übernachtung inkludiert (vgl. Kagermeier 2020, S. 242 ff.; ähnlich Volgger und Demetz 2021, S. 178). Selbst bei Nutzung eines Pedelecs i. S. d. § 63a II StVZO wird die Fortbewegung im Wesentlichen durch die eigene Muskelkraft erreicht, sodass die Reisegeschwindigkeit eine intensive Begegnung mit der bereisten Region erlaubt und Emissionen in einem sehr eng begrenzten Rahmen gehalten werden. Fahrradtourismus geht zudem mit relativ hohen Konsumausgaben einher und bildet damit eine hochinteressante Wirtschaftsaktivität (vgl. Rüdiger, 2025, passim; ergänzend Ciascai et al. 2022, S. 2 ff.; Osóch und Steingrube 2024, S. 762 ff.). Für alle Beteiligten, vom Touristen selbst über die bereiste Region bis zur tourismusrelevanten Industrie (d. h. in erster Linie Gastronomie und Hotellerie sowie Kulturangebote aller Art für Sightseeing) hat diese Reiseform mithin vor allem positive Folgen. Entsprechend wertet man Fahrradtourismus als eine ideale Form des nachhaltigen Reisens und Erholens.