Körperbilder auf Social Media und die dazu gehörigen Medienfiguren sind ständig im Alltag präsente Sozialisationsagenten. Sie sind zudem in hohem Maße situiert und mit Plattformaffordanzen, -kulturen und -trends sowie gesellschaftlichen Darstellungskonventionen und Machtverhältnissen verwoben. User:innen begegnen ihnen auf unterschiedlichste Art, durch gezieltes Suchen, Followen, aber viel öfter noch durch algorithmische Sortierung und Empfehlungen. Die Bedeutung und Relevanz von Körperbildern kann sich dabei in der alltäglichen Medienpraxis sehr unterschiedlich gestalten. Der vorliegende Beitrag identifiziert auf Basis von Interviews und autoethnografischen Feldnotizen von jungen Erwachsenen unterschiedliche Modi der Bezugnahme zu Körperbildern auf Instagram, YouTube und TikTok im Kontext von Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei werden vielschichtige Begegnungen mit Bildern rekonstruiert, und gefragt, wie diese von den Teilnehmenden vor dem Hintergrund algorithmisierter Medienumgebungen für den eigenen Lebenskontext nutzbar gemacht werden.

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„Das Erste, was man sieht, sind diese muskulösen Körper“ – Mediensozialisation und algorithmisierte Körperbilder auf Social Media

  • Maria Schreiber,
  • Marius Liedtke

摘要

Körperbilder auf Social Media und die dazu gehörigen Medienfiguren sind ständig im Alltag präsente Sozialisationsagenten. Sie sind zudem in hohem Maße situiert und mit Plattformaffordanzen, -kulturen und -trends sowie gesellschaftlichen Darstellungskonventionen und Machtverhältnissen verwoben. User:innen begegnen ihnen auf unterschiedlichste Art, durch gezieltes Suchen, Followen, aber viel öfter noch durch algorithmische Sortierung und Empfehlungen. Die Bedeutung und Relevanz von Körperbildern kann sich dabei in der alltäglichen Medienpraxis sehr unterschiedlich gestalten. Der vorliegende Beitrag identifiziert auf Basis von Interviews und autoethnografischen Feldnotizen von jungen Erwachsenen unterschiedliche Modi der Bezugnahme zu Körperbildern auf Instagram, YouTube und TikTok im Kontext von Gesundheit und Wohlbefinden. Dabei werden vielschichtige Begegnungen mit Bildern rekonstruiert, und gefragt, wie diese von den Teilnehmenden vor dem Hintergrund algorithmisierter Medienumgebungen für den eigenen Lebenskontext nutzbar gemacht werden.