Die „Corona“-Pandemie als Aufgabe an Wissenschaft, Kunst und Kultur: Wahrheit und Methode im Bezug zum Mangel
摘要
„Corona“ wird zunehmend zu einem geläufigen Deck- und Ding-Begriff, zur Projektionsfläche für ein Reden und Verordnen „über“, welches das Reale (der Seuche) nicht trifft, sondern ausgrenzt. Folglich verbleiben Sprache und Handlung im Binnenraum des Imaginären, d. h. der „wuchernden“ Vorstellungen. Aufgabe der Wissenschaft und Künste ist es, diese Spaltungs- und Entfremdungsdynamik nicht zu vertiefen, bei ihrem Forschen nach Verursachung und Wirkung nicht vorschnell und systemrelevant zu homogenisieren, sondern die „Lücke“ zwischen Ursache-Wirkung wahrzunehmen. Das Andere, Heterogene der Ursache gilt es auszuhalten, also die Persistenz der „Lücke“ als Garant des Anderen. Nur so können Wissenschaft und Künste ihre „Wahrheit als Begegnung mit dem Realen“ (B. Fink, 2006, 183) anvisieren.