Hat der Islamische Religionsunterricht eine präventive Funktion?
摘要
Der Artikel diskutiert die präventive Funktion des Islamischen Religionsunterrichts (IRU) in Deutschland und stellt ihn in den Kontext politischer und gesellschaftlicher Debatten. Während einige politische Akteure das Fach als Mittel zur Sicherheitskontrolle betrachten, sehen andere darin eine Chance zur Partizipation und Gleichberechtigung. Die hegemoniale Sicherheitslogik dominiert jedoch die Diskussion, obwohl ihre Effektivität fraglich ist. Stattdessen könnte der IRU durch Teilhabe, Identitätsbildung und fundierte religionspädagogische Hermeneutik nachhaltig präventiv wirken. Gerade die Einbeziehungen tradierter muslimischer Methodologie ermöglicht es muslimischen Schüler:innen, ihre Religion reflektiert zu verstehen und aktiv am gesellschaftlichen Diskurs teilzunehmen. Auf diese Weise ist der Islamische Religionsunterricht in vielerlei Hinsicht eine wichtige Säule der Demokratiebildung.