Soziale Medien, Schule und Prävention: Herausforderungen für die Bildungsarbeit am Beispiel der ‚Manosphere‘
摘要
Der Beitrag analysiert die wachsende Bedeutung sozialer Medien im Alltag von Jugendlichen und deren Rolle in Radikalisierungsprozessen. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Manosphere – ein loses Netzwerk aus Online-Communities, das antifeministische, frauen- und transfeindliche Narrative verbreitet. Plattformen wie Reddit, YouTube oder 4chan fungieren dabei als zentrale Orte dieser Subkultur, in der Strömungen wie „Men’s Rights Activists“, „Pick-Up-Artists“, „MGTOW“ und „Incels“ aktiv sind. Der Einstieg in die ‚Manosphere‘ erfolgt oft schleichend über vermeintlich harmlose Inhalte wie Fitness- oder Selbsthilfevideos, die sukzessive in Richtung Antifeminismus und „Alpha-Männlichkeit“ führen. Anhand konkreter Beispiele zeigt der Beitrag auf, wie extremistische und antifeministische Akteur:innen soziale Medien gezielt nutzen, um Jugendliche zu beeinflussen. Der Beitrag plädiert für einen ganzheitlichen Präventionsansatz, der Jugendliche durch Medienbildung und geschlechterreflektierte Pädagogik stärkt, ihre Resilienz gegenüber extremistischen Narrativen fördert und ihnen durch Teilhabe Selbstwirksamkeit ermöglicht. Zugleich zeigt er auf, dass eine nachhaltige Stärkung der Jugendlichen gegen extremistische und antifeministische Einflüsse nur durch die enge Zusammenarbeit von Schulen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Politik gelingen kann.