Der Beitrag verbindet die Frankfurter Wurzeln von Thomas Spengler und Herbert Woratschek mit zwei komplementären Forschungssträngen: Die Fuzzy-Logik liefert methodische Strenge („rigour“), indem sie Unsicherheit über Zugehörigkeitsgrade quantifizierbar macht. Die Service-Dominant Logic (SDL) bietet strategische Relevanz („relevance“), weil sie Wertschöpfung als ko-kreativen Prozess immaterieller Ressourcen versteht. Damit ist die SDL weitreichender als die traditionelle Produktlogik, weil sie einen strategischen Orientierungsrahmen beispielsweise für Plattform-Geschäftsmodelle, Abo-Erlöse und Partnerökosysteme bietet. Im Zentrum steht ein konstruktiver Dialog beider Ansätze. Die Fuzzy-Logik kann in SDL-Ökosystemen konkret aufzeigen, welche Interaktionen wie stark zum gemeinsamen Wert beitragen – etwa durch fuzzy-basierte Co-Creation-Scores für Sponsoren, Fans oder Entwickler. Umgekehrt inspiriert die SDL Fuzzy-Modelle dazu, dynamisch zu bleiben: Funktionen werden iterativ angepasst, sobald sich Rollen oder Nutzererwartungen ändern. So entsteht ein lernendes Regelwerk, das sowohl Präzision als auch Flexibilität gewährleistet. Praxisnah skizziert der Beitrag integrierte Dashboards, die harte Fuzzy-Kennzahlen (z. B. Ressourcenbeiträge) mit weichen SDL-Indikatoren (Engagement, Community-Effekte) kombinieren. Unternehmen können damit Touchpoints priorisieren, Partnernetzwerke orchestrieren und Kundenbindung stärken – und zwar datengetrieben und kollaborativ. Der Ausblick lädt Forschung und Lehre ein, dieses hybride Instrumentarium auszubauen: Machine-Learning-gestützte Anpassung von Mitgliedschaftskurven, Co-Creation-Benchmarking und interdisziplinäre Ausbildung schaffen eine Brücke, auf der Rigour und Relevance gemeinsam eine zukunftsfähige, serviceorientierte Betriebswirtschaft formen.

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Rigour trifft Relevance: Wie Fuzzy Logic und Service-Dominant Logic voneinander lernen können?

  • Herbert Woratschek

摘要

Der Beitrag verbindet die Frankfurter Wurzeln von Thomas Spengler und Herbert Woratschek mit zwei komplementären Forschungssträngen: Die Fuzzy-Logik liefert methodische Strenge („rigour“), indem sie Unsicherheit über Zugehörigkeitsgrade quantifizierbar macht. Die Service-Dominant Logic (SDL) bietet strategische Relevanz („relevance“), weil sie Wertschöpfung als ko-kreativen Prozess immaterieller Ressourcen versteht. Damit ist die SDL weitreichender als die traditionelle Produktlogik, weil sie einen strategischen Orientierungsrahmen beispielsweise für Plattform-Geschäftsmodelle, Abo-Erlöse und Partnerökosysteme bietet. Im Zentrum steht ein konstruktiver Dialog beider Ansätze. Die Fuzzy-Logik kann in SDL-Ökosystemen konkret aufzeigen, welche Interaktionen wie stark zum gemeinsamen Wert beitragen – etwa durch fuzzy-basierte Co-Creation-Scores für Sponsoren, Fans oder Entwickler. Umgekehrt inspiriert die SDL Fuzzy-Modelle dazu, dynamisch zu bleiben: Funktionen werden iterativ angepasst, sobald sich Rollen oder Nutzererwartungen ändern. So entsteht ein lernendes Regelwerk, das sowohl Präzision als auch Flexibilität gewährleistet. Praxisnah skizziert der Beitrag integrierte Dashboards, die harte Fuzzy-Kennzahlen (z. B. Ressourcenbeiträge) mit weichen SDL-Indikatoren (Engagement, Community-Effekte) kombinieren. Unternehmen können damit Touchpoints priorisieren, Partnernetzwerke orchestrieren und Kundenbindung stärken – und zwar datengetrieben und kollaborativ. Der Ausblick lädt Forschung und Lehre ein, dieses hybride Instrumentarium auszubauen: Machine-Learning-gestützte Anpassung von Mitgliedschaftskurven, Co-Creation-Benchmarking und interdisziplinäre Ausbildung schaffen eine Brücke, auf der Rigour und Relevance gemeinsam eine zukunftsfähige, serviceorientierte Betriebswirtschaft formen.