Kunststoffe haben die Welt erobert – sie sind ubiquitär! So hat sich die Produktion von Kunststoffen seit 1950 von 1,5 Mio. t (Tonnen) auf 390 Mio. t im Jahr 2021 erhöht (1). Für die Herstellung von Kunststoffen wird zu ungefähr 99 % auf fossile Rohstoffe als Basis zurückgegriffen (2). Ebenso werden bei der Produktion z. B. beim Steamcracken fossile Energieträger verbraucht. Biobasierte Kunststoffe fristen mit 1 % ein Nischendasein (3). Die Nutzungsphase von Kunststoffen ist zum Teil – etwa bei To-Go-Verpackungen – sehr kurz. Anfallende Kunststoffe werden i. d. R. der Entsorgung zugeführt, wobei diese zu mehr als 60 % energetisch verwertet werden (4) – hier kann also nicht von einer Kreislaufwirtschaft gesprochen werden. Kunststoffe gelangen durch Littering in die Natur, wobei die Langlebigkeit der Produkte problematisch ist, d. h. sie werden zum größten Teil nicht abgebaut. Aus Kunststoffen entsteht Mikroplastik, welches in Pflanzen, in Tieren (5) und in den Lungen von Menschen nachzuweisen ist (6). Die Auswirkungen sind aktuell nicht umfassend abzuschätzen. Hinweise für negative Effekte für die Gesundheit und in Organismen liegen vor (7).

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Regionale Kreislaufwirtschaft für Kunststoffe im Raum Augsburg

  • Maic Verbücheln,
  • Stephanie Manis

摘要

Kunststoffe haben die Welt erobert – sie sind ubiquitär! So hat sich die Produktion von Kunststoffen seit 1950 von 1,5 Mio. t (Tonnen) auf 390 Mio. t im Jahr 2021 erhöht (1). Für die Herstellung von Kunststoffen wird zu ungefähr 99 % auf fossile Rohstoffe als Basis zurückgegriffen (2). Ebenso werden bei der Produktion z. B. beim Steamcracken fossile Energieträger verbraucht. Biobasierte Kunststoffe fristen mit 1 % ein Nischendasein (3). Die Nutzungsphase von Kunststoffen ist zum Teil – etwa bei To-Go-Verpackungen – sehr kurz. Anfallende Kunststoffe werden i. d. R. der Entsorgung zugeführt, wobei diese zu mehr als 60 % energetisch verwertet werden (4) – hier kann also nicht von einer Kreislaufwirtschaft gesprochen werden. Kunststoffe gelangen durch Littering in die Natur, wobei die Langlebigkeit der Produkte problematisch ist, d. h. sie werden zum größten Teil nicht abgebaut. Aus Kunststoffen entsteht Mikroplastik, welches in Pflanzen, in Tieren (5) und in den Lungen von Menschen nachzuweisen ist (6). Die Auswirkungen sind aktuell nicht umfassend abzuschätzen. Hinweise für negative Effekte für die Gesundheit und in Organismen liegen vor (7).