Vor dem Hintergrund seiner Tätigkeit als Gemeindepfarrer reflektiert der Verfasser seine Erfahrungen bei Beerdigungen. Er interpretiert dabei den Friedhof als einen Ort, um leben zu lernen. Dies geschieht in drei Schritten. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit einigen Veränderungen in der Bestattungskultur: dem  Beerdigungsgespräch, der Musikauswahl und den veränderten Zeitabständen zwischen Sterbetag und Beisetzung. Im zweiten Kapitel interpretiert der Verfasser den Friedhof als einen politischen Ort, an dem die Toten zu ihrem Recht kommen. Der Beitrag schließt mit einer Auseinandersetzung mit Jürgen Moltmanns Gedanken zu einer personalen Eschatologie und Überlegungen zu der Frage inwieweit der Pfarrer am Grab bzw. bei den entsprechenden Sonntagen im Kirchenjahr »Anwalt der Toten« sein kann.

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Der Friedhof als Ort, um leben zu lernen. Beobachtungen aus 40 Jahren Pfarralltag

  • Michael Erlenwein

摘要

Vor dem Hintergrund seiner Tätigkeit als Gemeindepfarrer reflektiert der Verfasser seine Erfahrungen bei Beerdigungen. Er interpretiert dabei den Friedhof als einen Ort, um leben zu lernen. Dies geschieht in drei Schritten. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit einigen Veränderungen in der Bestattungskultur: dem  Beerdigungsgespräch, der Musikauswahl und den veränderten Zeitabständen zwischen Sterbetag und Beisetzung. Im zweiten Kapitel interpretiert der Verfasser den Friedhof als einen politischen Ort, an dem die Toten zu ihrem Recht kommen. Der Beitrag schließt mit einer Auseinandersetzung mit Jürgen Moltmanns Gedanken zu einer personalen Eschatologie und Überlegungen zu der Frage inwieweit der Pfarrer am Grab bzw. bei den entsprechenden Sonntagen im Kirchenjahr »Anwalt der Toten« sein kann.